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03.11.1989

Unix auf dem Erfolgstrip

Die COMPUTERWOCHE berichtete vor kurzem vom unaufhaltsamen Siegeszug eines Betriebssystems: Unix. Nach dem IDC-Branchen-Informationsdienst "Softwaremarkt" werden Systemen mit dieser Multi-User-Betriebsystem-Software große Zuwachsraten sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Stückzahlen vorhergesagt. In fast allen Rechnerbereichen kalkuliere man mit einer knappen Verdoppelung der Umsätze von, Unix-Systemen. Kommerzielle Anwendungen stünden im Vordergrund.

Im Mini- und Superminibereich gäbe es dem Informationsdienst zufolge keine echte Alternative zu Unix als Standard. Nur DEC unter VMS und IBMs AS/400 möchten eine Ausnahme. Der fünfprozentige Anteil von Unix-Systemen in der Mainframe-Welt (Stand 1987) werde sich bis 1990 verdoppelt haben. In der DOS-Arena soll ebenfalls eine Steigerung von acht auf 16 Prozent dafür sorgen, Konkurrenzprodukten das Fürchten zu lehren.

Bei so viel Optimismus muß man sich fragen, welche Vorzüge haben Rechnersysteme, die vorzugsweise auf Unix betrieben werden. Workstations, so könnte man angesichts der technologischen Entwicklungen auf dem PC-Sektor meinen, geraten zunehmend ins Abseits. Die Hersteller der jetzt vorgestellten Eisa-Rechner warten gerne mit Leistungscharakteristika auf, die dem Anwender Fragen eröffnen: Wo ist die Grenze zwischen Workstations und PCs? Wie sinnvoll ist eine Abgrenzung beider Systeme voneinander? Was sind genaue Unterscheidungsmerkmale? Vertreter von Sun und Hewlett-Packard werden im COMPUIERWOCHE-Schwerpunkt Einschätzungen, Positionsdiskussionen liefern.

Ins Gerede kam Unix auch im negativen Sinne: Periodisch wiederholt sich die Diskussion um die Sicherheitsrisiken beim in die Jahre gekommenen Betriebssystem. Geschaffen ursprünglich für den wissenschaftlichen Bereich, sollte es Anwender unterstützen, die im Weizenbaumschen Sinne als experimentel innovationsorientiert gelten. Diese Mentalität bedenkt nicht die ihr inhärenten Risiken. Das Für und Wider einer Sicherheitsdiskussion um Unix umreißen die Interviews mit einem Vertreter aus der Industrie und Professor Klaus Brunnstein aus Hamburg.

Perspektive CCE

Das Kürzel CCE für Cooperative Computing Environment drückt eine langfristige Perspektive aus. Es bildet die Vision der einheitlichen, integrierten Umgebung für Benutzer, Anwendungsentwickler und Systemmanager ab. Ziel der vollständigen Integration ist es, dem einzelnen Arbeitsplatz buchstäblich jede Ressource im Unternehmen zugänglich zu machen, ganz gleichgültig, wie komplex der Vernetzungsgrad ist und ohne Kenntnis über die physikalische Speicherung von Daten und deren Herkunft. Hierzu dient ihm eine intelligente Workstation quasi als Fenster in das Netzwerk und damit in seinen Arbeitsbereich. Es spielt keine Rolle, mit welchem Betriebssystem die Quelle arbeitet und wie man sich verhalten muß, um Daten zu erhalten und abzugeben.

Gert Haas ist Marketingleiter Deutschland der Sun Microsystems GmbH