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12.08.1994

Unix-Gemeinde gibt Desktop-Plattform noch nicht verloren Bei High-end-Anwendungen hat Windows NT nur wenig zu bieten

MUENCHEN (IDG/CW) - Windows NT fehlt es an Anwendungen und an Entwicklungs-Tools, um Unix erfolgreich Konkurrenz zu machen. Im ersten Jahr nach der Markteinfuehrung sind laut der CW- Schwesterpublikation

"Infoworld" nur rund 400 echte 32-Bit-Anwendungen entstanden. Dagegen fuehre allein der Katalog von Sunsoft mehr als 8800 Anwendungen fuer das hauseigene Solaris-Unix auf.

Fuer schwer einholbar haelt Dave Taber, Marketing-Director bei Sunsoft, den Vorsprung von Unix, denn "nicht einmal Bill Gates kann es sich leisten, unsere Anwendungen zu kaufen". Bei High-end- Anforderungen seien die Anwender daher weiterhin auf Unix-RISC- Systeme angewiesen. Als reine Endanwendungen seien die vielen Windows-Anwendungen in diesem Zusammenhang ohne Belang, zumal die Anwender fuer deren Einsatz kein Windows NT braeuchten.

Analysten wie Michael Gould von der Patricia Seybold Group, Boston, bestaerken die Unix-Anbieter in ihrem Optimismus. Auch wenn es einzelne Unternehmen gaebe, die wie Intergraph auf NT setzten, so ist seiner Ansicht nach die Anzahl der Entwicklungen "nur marginal". Der durchaus vorhandene Wunsch, NT-Software zu erstellen, scheitere vor allem am Mangel an Entwicklungswerkzeugen. Hier liege eine zentrale Schwaeche von Windows NT.

Das Fehlen von Anwendungen und Tools hat, so "Infoworld", verhindert, dass NT in bisherige Unix-Maerkte eindringen konnte, und dem Absatz des Betriebssystems geschadet. So musste Microsoft seine Angaben ueber den

NT-Verkauf von "deutlich ueber 500000" inzwischen auf 400000 Stueck nach unten korrigieren, wobei das Unternehmen auch Testversionen mitgezaehlt hat.

Dennoch gibt es gute Argumente fuer den Einsatz von Windows NT. So hat die Wausau Homes Inc., Wausau, Wisconsin, ihre Solaris-Systeme durch das Microsoft-Betriebssystem ersetzt, weil sich dadurch "die Leistung verdoppelt und der Preis halbiert hat". Die einfache Bedienbarkeit der grafischen Oberflaeche und die Qualitaet der Anwendung waren die Argumente des Kraftwerksbetreibers Illinois Power, Decatur, fuer Windows NT.