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21.04.1989

Unix hält Einzug in blaue Hochburgen

BURLINGAME (IDG) - Noch zu Beginn der achtziger Jahre war Unix für reinrassige IBM-Shops bei Großanwendern, aber auch für Beratungsunternehmen kein ernstzunehmendes Thema. Fehlende Systemsicherheit und der Mangel an kommerziellen Anwendungen wurden als Handikaps von Unix genannt.

Doch US-Unternehmen wie MacDonald 's, Bank of America oder Pacific Bell betreiben neuerdings die Integration von Unix-Systemen im Bereich der verteilten Datenverarbeitung, auf Workstationebene. So plant der weltweite Expreßdienst DHL die Installation eines umfassenden Unix-Netzwerkes, das den Rechnerverbund von 150 Maschinen des IBM-Systems /36 ersetzen soll.

Das große Plus bei einem weltweiten Einsatz ist nach Aussage eines amerikanischen DHL-Managers die Portabilität des herstellerneutralen Betriebssystems. So könnten in Europa Bull-Rechner die Anwendungsplattform bilden, während in Afrika und Südamerika NCR-Tower-Systeme eingesetzt würden und in den USA Maschinen von Pyramid Technology.

Auch Hamburger-König MacDonald's stellte vor Jahren seine dezentralen DV-Aktivitäten auf Unix um und setzte Mainframes von Amdahl, Big Blue oder Tandem nur noch im zentralen Rechenzentrum im heimischen Oak Brook, Illinois, ein. Selbst die Bank of America, bislang ganz in der IBM-Welt zu Hause, hält sich die Tür zur Portabilität und Flexibilität offen. Doch wird Unix hier die OS/2Umgebung nicht verdrängen, sondern durch neue Anwendungen ergänzen.