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15.06.1990 - 

Entwickler sollen auf Unix umsteigen

Unix International bietet SW-Häusern Leihsysteme an

MÜNCHEN (CW) - Unix International (UI) geht in die Marketing-Offensive. So hat die Gruppe um AT&T gemeinsam mit dem 88/Open-Konsortium ein Programm gestartet, in dessen Rahmen Softwarehändler kostenlos mit Rechnern und Portierungshilfen ausgestattet werden.

Unix International will damit eigenen Angaben zufolge Softwareproduzenten aus dem PC- und MS-DOS-Bereich die Möglichkeit bieten, rasch in den Wachstumsmarkt Unix einzusteigen. Hans Josef Jeanrond, Regionaldirektor der OSF in Europa, führt die Aktionen allerdings auf ein anderes Motiv zurück: "Unix International entfaltet derzeit intensive Marketing-Aktivitäten in der Hoffnung, den Markt mit Unix V.4 zu durchdringen, bevor unser OSF/1 ausgeliefert wird."

Die ersten 500 Teilnehmer des Programms sollen nach Informationen der amerikanischen IDG-Schwesterpublikation "Infoworld" wahlweise Unix-Systeme von Data General, Motorola oder Opus Systems im Wert von je 14 000 Dollar inklusive Software bekommen. Andere Independent Software Vendors (ISV) erhalten entweder kostenlose Leihrechner oder können sie zu günstigen Konditionen erwerben.

Außerdem hat Unix International weltweit rund 150 Portierungszentren eingerichtet, die den ISVs beim Umstieg auf Unix helfen sollen. Für Support und Beratung sind eine große Anzahl von Systemingenieuren abgestellt. Auch Umstellungs-Handbücher von DOS oder Unix-Derivaten nach System V.4 liegen bereit.

Zwar hält OSF-Manager Jeanrond dieses Maßnahmenpaket durchaus für geeignet, Entwickler für das neue AT&T-Unix zu gewinnen, verweist aber darauf, daß dieses Produkt seines Wissens noch an keinen Anwender von 386er-Systemen ausgeliefert werden konnte.