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05.01.1990

Unix International und die OSF finden zur Gemeinsamkeit zurück

MÜNCHEN (gfh) - Unix International (UII) und die Open Software Foundation (OSF) haben das Kriegsbeil begraben. Nun verdichten sich die Gerüchte, daß die bisher konkurrierenden Unix-Organisationen zusammengehen wollen.

Auf die Frage, wie es um die Fusion zwischen den beiden Konkurrenten bestellt sei, antwortet Morris Schwartz, europäischer Marketing Direktor von Unix International, ausweichend: "Zwischen der OSF und uns gibt es mehr Übereinstimmung als Differenzen, außerdem arbeiten wir längst zusammen." Etwas deutlicher wird der europäische OSF-Chef Henning Oldenburg: "Es finden Gespräche über technische und organisatorische Maßnahmen statt."

Wie der britischen Branchendienst Computergram meldet, erarbeiten UII und OSF derzeit Vorstellungen, wie eine vereinte Organisation zu bewerkstelligen sei. Die Zusammenlegung werde möglicherweise bereits im kommenden Januar auf der Uniforum-Konferenz bekanntgegeben. Auch die immer intensivere Kooperation im technischen Bereich könnte auf eine gemeinsame Zukunft deuten. So arbeiten Unix International und die OSF sowohl bei der Einhaltung von Posix als auch bei den ISO/OSI-Normen zusammen.

Besonders deutlich wird die zunehmend gleichlaufende Orientierung der beiden bisherigen Konkurrenten bei der Entwicklung von symmetrischem Multiprocessing. Hier hat sich die OSF bereits zur Mach-Technologie der Carnegie Mellon Universität bekannt. Das entsprechende Steering Commitee der Unix International erwägt diese Lösung auch für eine spätere Version von Unix V.4. Dem Gremium gehören auch Vertreter der OSF und der Carnegie Mellon Universität an.

Zwar weist Simon Roach, UII-Projektleiter in New York, auf einige Mängel des universitären Mach-Betriebssystems hin, verzichten möchte er auf diese Technik jedoch nicht. Außerdem verringert diese Wahl die Distanz zur OSF. So wurde seinen Aussagen zufolge ein Abkommen geschlossen, das beim Multiprocessing die Kompatibilität von Unix V.4x und OSF/1 auf Anwendungsebene sicherstellen soll.

Auch in anderen technischen Belangen, wie den lang umkämpften Benutzerober-flächen, herrsche, so Schwartz, Einigkeit mit der OSF. "Der Unix-Krieg", so der Unix-International-Manager, "ist vorbei."