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20.03.1992

Unix: Lediglich der Einstieg in offene Systeme

Die einfachste Strategie für die Einführung von offenen Systemen ist der Kauf eines Unix-Betriebssystems. Zwar geht die Gleichung "Unix = Open Systems" nicht auf, wie vor allem die Anbieter proprietärer Systeme immer wieder betonen. Doch der Ausstieg aus der Herstellerabhängigkeit - und nichts anderes bedeutet der Begriff Offenheit - beginnt erst mit diesem Betriebssystem.

Ob allerdings die DV-Verantwortlichen mit dem schlichten Buy-Unix-Konzept glücklich werden, läßt sich bezweifeln. Zu viele Fragen bleiben dabei unbeantwortet. Wie rette ich die Mainframe-Investitionen? Wie steuere ich eine Umgebung, die nicht mehr an der Zental-DV hängt, sondern sich auf eine Anzahl Client/Server-Workstations verteilt? Reicht ein Betriebssystem wirklich aus, um die unterschiedlichen Aufgaben meines Unternehmens abzuwickeln?

Eine umfassende Open-Systems-Strategie ist hier gefordert: Nach der Klärung, was aufgrund des derzeitigen Stands der Technik und der Standardisierung realistischerweise zu erwarten ist, kann der DV-Verantwortliche auf die Suche nach geeigneten Werkzeugen zur Lösung seiner Probleme gehen. Er wird entdecken, daß Unix auch auf Großrechnern läuft, und zudem auf Produkte stoßen, mit denen sich Online-Transaktionen unter dem Multiuser-Betriebssystem ähnlich effektiv steuern lassen, wie mit dem OLTP-Monitor CICS. Das Distributed Management Environment (DME) von der OSF und das entsprechende Atlas-Konzept von Unix International bilden zudem die Grundlagen für die Beherrschung offener, verteilter DV-Umgebungen. Mit dem Microkernel soll es darüber hinaus möglich werden, Betriebssysteme für jede beliebige Funktion frei zu konfigurieren.

Spätestens jetzt raucht dem DV-Manager der Kopf von der Anstrengung, diese halbfertigen Ansätze zu einer einheitlichen Strategie zusammenzufassen. Die schwindelerregende Vision einer gänzlich veränderten DV sollte jedoch kein Grund sein, die Flinte ins Korn zu werfen und jegliche Investitionen aufzuschieben. Fast alle Open-Systems-Techniken setzten heute auf Unix auf. Das heißt: Wer dieses Betriebssystem heute anschafft, kauft die Option auf die nächste Generation offener Systeme gleich mit.