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17.10.1986 - 

Mittelding zwischen Mainframe und Supermini als IBM-Alternative:

Unix-Maschinen und Midframes von Sperry

SULZBACH (ad) - Eine Ergänzung ihrer Unix-fähigen Rechner hat Sperry jetzt anzubieten: Mit den Systemen 5000/30 und 7000/30, die vermutlich vom OEM-Lieferanten Arete Systems Corp. stammen, will das Unternehmen noch in diesem Monat in den deutschen Markt gehen. Parallel dazu kündigte Sperry vier "Midframe" -Systeme an.

Bei dem Modell 5000/30 handelt es sich nach Angaben des Sulzbacher Anbieters um ein "Einstiegsmodell in die 32-Bit-Rechnerklasse". Das System basiert auf dem Motorola-Prozessor MC 68020. Die beiden Modelle A und B sind mit zwei asynchronen Ports (RS232), einer Batteriepufferung, einer Diskettensteuerung sowie einem 45-MB-Streamer ausgestattet. Unterschiede ergeben sich beim Hauptspeicher (A: 2 MB; B: 4 MB), der Kapazität der Festplatte (A: 46 MB; B: 85 MB) sowie der Zahl der Rechungsanschlüsse (A: acht asynchron; B: sechs asynchron, zwei synchron, einer parallel).

Diese Konfigurationen lassen sich laut Anbieterangaben um einen 8-KB-Pufferspeicher, einen Gleitkommaprozessor, ein 1-MB-Diskettenlaufwerk, Line-Interface-Module, ferngesteuerte Diagnostik-Modems sowie um ein externes Gehäuse für 9-Spur-Magnetbandeinheiten erweitern. Ferner seien ein SCSI-Adapter für Peripherie-Erweiterungsgehäuse, eine I/O-Steuerung mit acht Asynchron-Leitungen sowie eine Uniscope-Emulation und eine Ethernet-Steuerung nachträglich konfigurierbar. Des weiteren können extern jeweils 340-MB-Festplatten angeschlossen werden. Kompatibilität herrscht unter den Sperry-Rechnerfamilien Anbieterangaben zufolge durch das Betriebssystem Unix.

Als Einstiegsmodell in die Supermini-Leistungsklasse hat das Sulzbacher Unternehmen sein neues Modell 30 der Serie 7000 konzipiert. Es soll über eine Rechenleistung von rund fünf Millionen Instruktionen pro Sekunde (Mips) verfügen und bis maximal 100 Anwender versorgen können; durch nachträgliche Aufrüstung sei laut Sperry die Leistung auf das Doppelte ausbaubar.

Neben der Ankündigung der neuen 7000/30 nahm das Unternehmen innerhalb dieser Rechnerserie verschiedene Erweiterungen vor. So können jetzt an den Systemen 7000/40 bis zu 32 Plattenlaufwerke mit einer Gesamtkapazität von 16 Gigabyte betrieben werden. Außerdem steht neben der Unix-System-V-Version 2.0 optional die BSD-4.2-Version 1R4 zur Verfügung.

Als "erstes System einer neuen OS/1100-Generation" tituliert Sperry insgesamt vier neue Modelle der Reihe 2200/200; die Bestückung reicht dabei von einem Prozessor beim Modell 201 bis hin zu vier Prozessoren bei der 204-Maschine. Unter dem Begriff "Midframe-System" versteht der Anbieter solche Modelle, die unterhalb der Rechenleistung der 1100-Mainframes angesiedelt sind.

Diese Rechnermodelle sind laut Anbieter kompatibel zu den bisherigen Systemen, die unter dem Betriebssystem OS/1100 laufen. Die 1-Prozessor-Anlage 201, die im gleichen Kabinett zur Doppelprozessoranlage 202 ausgebaut werden kann, beherbergt in der Grundkonfiguration einen bis auf 24 MB ausbaufähigen Hauptspeicher sowie ein Plattenlaufwerk mit einer Kapazität von jeweils 140 MB.

Ebenfalls im Grundkabinett sind Anschlußmöglichkeiten für lokale Bildschirmarbeitsplätze und komplette Netzwerke vorgesehen. Die beiden nächsten Stufen dieser Rechnerkategorie, die Modelle 203 und 204, lassen sich durch entsprechende Verdoppelung des Basiskabinetts von ihrer Hauptspeicherkapazität her auf bis zu 48 MB hochrüsten.

Sperry sieht sich mit der Ankündigung dieser Rechner eigenen Angaben zufolge jetzt im gleichen Marktsegment ansässig, in dem beispielsweise IBM mit Systemen wie der 4361-5 oder der nun neu vorgestellten 937X operiert.