Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.07.1991 - 

"Tooltalk " benutzt objektorientierte Techniken

Unix-Programme kommunizieren über Herstellergrenzen hinweg

MÜNCHEN (CW) - Die Zusammenarbeit zwischen Sunsoft und Hewlett-Packard trägt erste Früchte. Die Softwaretochter von Sun Microsystems kündigt für Ende dieses Jahres ein Produkt an, mit dessen Hilfe Unix-Anwendungen verschiedener Hersteller im Netz kooperieren können.

Das Produkt mit der Bezeichnung "Tooltalk" ist die erste Komponente einer für Client-Server-Architekturen geeigneten Software-Umgebung. Außerdem bildet es in seinem objektorientierten Teil den Kern des Technologievorschlags, den Sunsoft und Hewlett-Packard(HP) bei der Objekt Management Group (OMG) als einen möglichen Standard eingereicht haben (siehe auch CW Nr. 12 vom 22. März 1991, Seite 2: "HP: Die Kooperation mit Sun soll den Unix-Streit beenden").

Konkret handelt es sich bei Tooltalk um eine Software mit den Kommunikationskomponenten "Multicast Messaging" und "Object-oriented Messaging". Bei der ersten Kommunikationsmöglichkeit verlangt Tooltalk, daß die Entwickler anmelden, welche Art von Informationen ihre Applikationen akzeptieren können. Danach ist Tooltalk in der Lage, den Datenaustausch zwischen den Anwendungen durchzuführen.

Beim Object-oriented Messaging hingegen verwaltet die Software zusätzlich Informationen über Objekte und ihre Relationen zueinander. Diese Form der Kommunikation wertet Sunsoft als eine Vorstufe zu der gemeinsam mit Hewlett-Packard angestrebt Spezifikation für ein Objekt-Management in verteilten Umgebungen.

Die Lotus Development Corp. hat sich bereits für dieses Produkt entschieden: Der Spreadsheet-Spezialist plant, spätere Versionen von Lotus 1-2-3 mit der Software auszustatten. Chris McGrath, Entwicklungsdirektor von Lotus, nennt den Grund: "Die Einbeziehung von Tooltalk eröffnet gleichermaßen Kommunikationsmöglichkeiten zu künften Lotus-Produkten wie zu denen von anderen HerstelIern ."

Als Hardwareplattform sind neben den SPARC-Systemen von Sun Microsystems auch Unix-Rechner von DEC, HP, IBM und Intergraph vorgesehen.