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Vermarktungskosten für Software-Anbieter sollen dramatisch sinken


15.03.1991 - 

UNIX-Software kommt via CD-ROM direkt zum Kunden

MÜNCHEN (CW) - Einen neuen Weg des Software-Marketings geht die München IQ Products GmbH in den deutschsprachigen Ländern. Mit der Lizenzübernahme für das im Januar auf der Uniforum in Dallas vorgestellte Programm "Software Store" der amerikanischen Highland Software Inc. will das Unternehmen Unix-Programme mittels CD-ROM-Versand direkt an den Kunden bringen.

Software Store, beschreibt IQ-Gesellschafter Frank Berger das Produkt, bestellt aus einer Reihe regelmäßig erscheinender Compact Discs, die eine Auswahl von Paketen einschließlich Demo-Versionen, Dokumentationen und multimedialer Schulungsprogramme für die Unix-Plattformen von Digital Equipment, Sun, Hewlett-Packard und IBM enthalten. Die Platten sollen auf Anforderung gratis an Anwender der betreffenden Unix-Umgebungen verschickt werden. Entscheide sich ein Anwender für den Kauf eines der Produkte, könne er das entsprechende Paßwort telefonisch beim Anbieter erfragen und die auf der Disk befindliche Software unmittelbar lauffähig machen.

Vorerst erscheinen nur internationale Versionen der CDs; eine deutschsprachige Ausgabe ist laut Berger für das kommende halbe Jahr geplant. Zirka 50 herstellerunabhängige Software-Anbieter hätten sich bereits für den Vertrieb von bisher 110 Programmen auf dem Wege des CD-Versandes entschieden. Hierzu zählen laut IQ Autodesk, Cimlink, Informix und Saber. Für die Softwerker verringerten sich die Vermarktungskosten im Vergleich zum "On-site-Marketing" (Direktvertrieb) etwa um den Faktor 120 - die Verträge mit den Hardwareherstellern DEC und HP sind nach Angaben von IQ bereits unterzeichnet, entsprechende Abkommen mit IBM und Sun würden in Kürze folgen.

Kein Problem sehen die Anbieter in der Sicherheitsfrage, die sich aus dem Vorhandensein der kompletten Objektcodes auf den CDs ergibt: Die Paßwort-Strings seien derart komplex, daß sie kaum geknackt werden könnten. Außerdem, schätzt Berger, sei die Hackerwelt eher auf die DOS-Welt konzentriert.