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12.11.1999 - 

Nach jahrelangen Verlusten

Unix-Spezialist SCO befindet sich wieder auf Erfolgskurs

MÜNCHEN (CW) - Santa Cruz Operation (SCO) kann mit dem Abschluß des Geschäftsjahres 1999 fünf Quartale in Folge mit Wachstum vorweisen. Der Durchbruch nach den verlustreichen Jahren seit 1995, als SCO Novells "Unixware" übernahm, soll damit geschafft sein.

Nach vier Jahren sei der Wendepunkt erreicht, die Investitionen in Unixware hätten sich ausgezahlt, so interpretiert Doug Michels, SCOs Gründer und CEO, die Unternehmensbilanz 1999. Um 30 Prozent sei der Umsatz von 171,9 Millionen auf 223,6 Millionen Dollar gestiegen. Hatte man 1998 noch einen Verlust von 14,7 Millionen Dollar ausweisen müssen, konnte SCO jetzt einen Nettogewinn von über 16,9 Millionen Dollar verkünden. Besonders erfolgreich war das letzte Geschäftsquartal, das einem Vergleich mit dem ersten gewinnbringenden Vorjahreszeitraum standhalten mußte. Es brachte dem Hersteller 58,1 Millionen Dollar Umsatz (plus 20 Prozent) und 5,4 Millionen Dollar Profit ein, was einer Steigerung von über 100 Prozent entspricht.

Hintergrund des Erfolgs sind laut Michels die stark angezogenen Verkäufe von Unixware, aber auch das Geschäft mit der ehemals zentralen Produktlinie "Openserver" laufe nach wie vor gut. Um Unixware zum Zugpferd des Erfolgs auszubauen, setzt man vor allem auf die Partnerschaften mit IBM und Compaq. Während mit Big Blue derzeit über ein gemeinsames Vertriebsabkommen verhandelt werde, baue Compaq bereits eine abgespeckte Version des Betriebssystems in die "Neo"-Server ein, eine Linie schlanker Rechner (Appliance-Server).

Beide Unternehmen zeigen auch Interesse an SCOs Web-enabling-Software "Tarantella", die bislang äußerst schwerfällig aus den Startlöchern kommt, künftig aber mehr zum Umsatz beitragen soll. Den langfristigen Erfolg des Unix-Spezialisten soll das gemeinsam mit IBM aufgelegte "Monterey"-Projekt sichern, das laut Michels exakt im Zeitplan liegt und die Verschmelzung von Unixware und AIX zu einem Betriebssystem für Intels "Itanium"-Chip (IA-64-Architektur) vorsieht.