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26.09.1997 - 

Gastkommentar

Unix und NT durch Java bedroht

Unix muß - dies seine größte Herausforderung - vermeiden, alt, müde und verbraucht zu wirken. Mit dem Aufkommen des Web erhielten selbst die profansten Programme eine schicke grafische Oberfläche. Dennoch müssen Unix-Administratoren und -Manager beim Installieren und Konfigurieren ihrer Unix-Systeme nach wie vor mit einer obskuren Befehlszeile als Schnittstelle arbeiten. Ewiggestrige betonen zwar, sie wollten gar keine grafische Oberfläche. Doch macht sich Unix wegen der schwierigen Konfigurierung keine neuen Freunde.

NT wurde von Microsoft buchstäblich für alle Operationen mit Grafik-Tools ausgestattet. Allerdings stößt NT in den Unternehmen an die unsichtbaren Schranken von Vorurteilen. Zum Beispiel kommen Fragen wie: Würden Sie Ihr Rechenzentrum mit Windows betreiben?

Microsoft will, daß die Kunden NT als gleichwertige Alternative zu Unix-Servern des oberen Marktsegments akzeptieren. Doch die IT-Verantwortlichen beißen nicht an.

Das Paradoxe ist, jeder hat, was der andere möchte: Unix erwarb sich als Plattform für Unternehmens-DV Ansehen, und NT hielt mit den neuesten Entwicklungen grafischer Oberflächen Schritt; Unix hat sich neben vielen Großrechnern etabliert, und genau dorthin möchte NT. Microsoft ist dabei, Internet und Web fest in das NT-Interface zu integrieren.

Abgesehen von ihren individuellen Herausforderungen werden Unix und NT gemeinsam durch Java bedroht. Wenn sich das Java-Mantra "Einmal geschrieben, läuft überall" bewahrheiten sollte, könnten daraus Anwendungen hervorgehen, die überall im Einsatz sind, wo eine virtuelle Java-Maschine installiert ist - sogar in einer Waschmachine.