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IBM: Probleme mit dem Multiprocessing


29.09.1989 - 

Unix-Vorstoß zieht sich hin

FRAMINGHAM (IDG) - Die neue Generation von IBM-Unix-Systemen wird nach Insiderberichten erst Anfang nächsten Jahres angekündigt. Verantwortlich für die Verzögerung sollen Probleme mit dem neuen AIX-Release seine das mit Multiprocessing-Fähigkeiten ausgestattet werden soll.

Nach Angaben eines Händlers, der seinen Namen nicht nennen möchte, werden die neuen RT-Modelle nun doch eher im Januar nächsten Jahres als - wie eigentlich geplant im kommenden Oktober ausgeliefert. Da es mit der Hardware nach seinen Informationen keine Schwierigkeiten gebe, liege die Ursache wahrscheinlich im Bereich der AIX-Entwicklung.

Zwar hat IBM keinen konkreten Ankündigungstermin für fest setzt das AIX-Release 3 festgesetzt, noch haben viele Software-Entwickler bisher für den Oktober mit einer Ankündigung gerechnet. Allerdings mußte IBM schon Anfang September einräumen, daß die Einführung möglicherweise erst 1990 stattfindet.

Die Hotelzimmer für den Ankündigungstermin waren von der IBM nach Informationen von Marc Shulman, einem Analysten bei UBS Securities in New York, schon für den 17. Oktober gebucht worden. Auf Anraten unabhängiger Softwarehäuser und Kunden aber habe das Unternehmen den Entschluß gefaßt, solange auf die Ankündigung zu verzichten, bis genügend Software-Anwendungen zur Verfügung stünden.

Seltsamerweise aber haben ( )md-Software-Entwickler im (..)md-Software-Entwicklung im Augenblick noch keinerlei Instruktionen, was die Programmentwicklung für die neuen RT-Rechner angeht. Dabei brauchen die Third Parties, wie Marketing-Direktor Dick Albright von der Valid Logic Inc. in San Jose/Kalifornien erläutert, etwa zwei bis drei Monate, um die Software auf die RT-Rechner abzustimmen.

Für wenig konkret hält Stan Timms, der Unix-Marketing-Direktor bei Oracle, die Ankündigungsvorhersagen von IBM. Er vermutet, daß Big Blue die hochgesteckten Ziele aus den Augen verloren hat, und daß die tatsächliche Leistungsfähigkeit der RT-Rechner hinter den IBM-Erwartungen zurückbleibt.

Die neue Familie der RT-Workstations und Multiuser-Systeme wird von Branchenkennern als das erste wirkliche Unix-Angebot der IBM angesehen. Vorhergehende RT-Modelle wiesen Fehler und Leistungsschwächen auf. Sie konnten nur zwei bis drei Prozent des Unix-Marktes einnehmen.

Nach der Einschätzung von Analysten will die IBM mit der nächsten RT-Generation ihr angeschlagenes Unix-Image durch Hochleistungsmodelle und eine robuste Grafik- und Software-Umgebung aufpolieren. Insider erwarten Rechner mit einer Leistungsfähigkeit von 50 Millionen Instruktionen pro Sekunde.

Unsicher ist, ob die IBM ein Multiprocessing-Modell anbieten wird; Kenner der Branche vermuten, daß das AIX-Release 3 mit Multiprocessing-Fähigkeiten ausgestattet sein wird. Es sei nicht ausgeschlossen, daß IBM der erste große Anbieter einer symmetrischen Multiprocessing-Version von Unix werde.