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18.06.2004 - 

Ex-Präsidiumsmitglied übt scharfe Kritik

Unruhe im CIO-Forum

MÜNCHEN (pg) - Hinter den Kulissen des CIO-Forums brodelt es. Ex-Präsidiumsmitglied Günter Köster ist aus der IT-Vereinigung ausgetreten, weil in der Community kein fachlicher Austausch stattfinde und es vielen "Personen mehr um Schein als Sein" gehe. Vorstand Wolfgang Fränklin weist diese Kritik zurück.

Der im Mai 2003 gegründete Interessenverband CIO-Forum verliert mit Köster einen Mitstreiter, der für das Forum wichtige Aufbauarbeit geleistet hat. Der CIO der Corus Aluminium Walzprodukte GmbH in Koblenz kehrt der Organisation den Rücken, weil sie sich entgegen ihrer Satzung zu keiner Plattform für einen fundierten fachlichen Meinungsaustausch entwickelt habe. "Nach einem Jahr der aktiven Vereinstätigkeit fehlt mir der Glaube an ein zielgerichtetes Handeln und eine klare Orientierung", erklärt Köster seinen Rückzug.

Die Kritik des CIO reicht noch weiter. Eine Community müsse durch aktive Persönlichkeiten aus der Wirtschaft vorgelebt und gelenkt werden. Diese Impulse würden durch das Management des CIO-Forums jedoch nicht gesetzt. "Kulturell geht es einigen Personen mehr um Schein als Sein", moniert Köster und meint: "Im harten IT-Geschäft zählen keine Lippenbekenntnisse oder schönen Plauderstündchen bei einem guten Glas Wein." Leistung und Wertschöpfung seien gefordert und müssten täglich unter Beweis gestellt werden.

Der Unmut des aus gesundheitlichen Gründen im Januar aus dem Präsidium des CIO-Forums ausgeschiedenen IT-Managers richtet sich vor allem gegen den Vorstandsvorsitzenden und Gründer des CIO-Forums, Wolfgang Fränklin. Nicht nur Köster, sondern auch anderen Mitgliedern und Kennern des Interessenverbands, die anonym bleiben möchten, ist der Führungsstil Fränklins ein Dorn im Auge. Darüber hinaus werden starke Zweifel an der Statistik des CIO-Forums laut. Von 105 Mitgliedern, so ein Insider, sollen nur rund 30 weitgehend dem Berufsbild eines IT-Managers entsprechen.

Vorstand und Präsidium des CIO-Forums zeigen sich indes von der Kritik Kösters überrascht und weisen sie in einer gemeinsamen Erklärung als haltlos zurück. In der an die COMPUTERWOCHE gerichteten Stellungnahme, die von Fränklin gezeichnet ist, wird außerdem den Vorbehalten gegenüber der Mitgliederzahl widersprochen. Das CIO-Forum, so heißt es, habe aktuell 126 Mitglieder. Davon seien 99 IT-Manager und 27 Non-IT-Leute, zu denen Finanzvorstände, Rechtsanwälte, Researcher und Personalberater gehörten.