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04.06.1999 - 

Mit Blick auf die Anforderungen des EU-Marktes

Unternehmen engagieren zunehmend IT-Freiberufler

LONDON (CW) - IT-Innovationen in Unternehmen gehen nicht konstant, sondern in Schüben vonstatten. Die Anzahl der IT-Mitarbeiter muß daher flexibel sein. Die Unternehmen greifen deshalb immer häufiger auf freiberufliche IT-Berater zurück.

IT-Freiberufler werden nach Einschätzung der Londoner Personalberatung MBA eine wichti- ge Rolle in europaweit agieren- den Unternehmen spielen. Die Betriebe müssen flexibel auf die ständig wechselnden Anforderungen reagieren, die mit Hilfe der Informationstechnik bewältigt werden.

Nach einer Untersuchung von MBA erfreuen sich IT-Freiberufler, die für eine begrenzte Zeit an bestimmten Projekten mitarbeiten, bei europäischen Unternehmen zunehmend an Beliebtheit. Immerhin mehr als ein Drittel - 35 Prozent der befragten Betriebe hatten in den letzten zwölf Monaten die Dienste von mehr als 50 IT-Freiberuflern in Anspruch genommen.

Als Hauptgründe für diese Auftragsvergabe nannten sie das Spezialwissen der Experten sowie die mögliche Flexibilität: Je nach Bedarf konnten die Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl aufstocken oder verringern.

Die Vorzüge von IT-Freiberuflern wurden nach Beobachtung von MBA bis vor kurzem nicht immer erkannt. Vielmehr warf man ihnen Engagement nur um des Geldes willen vor, und die angestellte Belegschaft fürchtete zudem, daß sie ihnen die interessantesten Aufgaben wegschnappten.

Nach der Einschätzung der Londoner Personalberater werden künftig mehr Aufträge an selbständige IT-Spezialisten gehen. Für eine Mehrheit von insgesamt 77 Prozent der befragten Unternehmen sind die IT-Freiberufler ein Paradebeispiel für eine flexible Arbeitsgestaltung.

Tips für die Arbeit mit Freiberuflern

Vor diesem Hintergrund gewinnen auch Beratungsunternehmen, die IT-Experten vermitteln, an Bedeutung. MBA gibt Betrieben, die IT-Freiberufler engagieren wollen, folgende Tips mit auf den Weg:

-Die IT-Projekte sollten mit den Unternehmenszielen korrespondieren. Anschließend ist es sinnvoll, eine Bestandsaufnahme der jetzt und zukünftig nicht vorhandenen Kenntnisse gegenwärtiger und künftiger Lücken in der Belegschaft zu machen.

-Neben den technischen Kenntnissen potentieller Auftragnehmer sind auch sogenannte Soft-Skills wie Teamfähigkeit oder die Beherrschung bestimmter Fremdsprachen von Bedeutung.

-Empfehlenswert ist ein Beratungsunternehmen, das einen Überblick über den europäischen Markt hat. Die Consultants sollten bereits über Erfahrungen mit Projekten verfügen, die in ähnlich großen Unternehmen entwickelt wurden. Zudem sollten sie nachweisen, daß sie IT-Freiberufler richtig auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen einstimmen können.

-Zu untersuchen sind die finan- ziellen Vor- und Nachteile der Auftragsvergabe an IT-Freiberufler. Obwohl hier Sozialabgaben, bezahlter Urlaub oder die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall entfallen, können die Honorare für selbständige IT-Profis höher sein als die Gehälter von Angestellten.

-Der Start und die Eingliederung der Freiberufler in Unternehmen sollte vorbereitet werden. Auch hier stehen Beratungsfirmen bei der Wohnungssuche sowie für Instruktionen der Freiberufler mit Blick auf das Arbeitsumfeld, Arbeitszeiten oder die Kleiderordnung helfend zur Seite.

-Schließlich ist es auch noch wichtig, sich um eine gute Aufnahme der IT-Selbständigen bei der festen Belegschaft zu kümmern. Auch Überlegungen dahingehend, wie man den "Neuen" eine schnelle Eingewöhnung ermöglicht, sollten nicht zu kurz kommen.