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16.06.2016 - 

Laut Forrester

Unternehmen schludern beim Datenaustausch

Dr. Thomas Hafen ist freier Journalist in München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Data Center, Telekommunikation und Cloud Computing.
Manager und Mitarbeiter in Unternehmen gehen fahrlässig mit ihren Daten um. Laut einem Forrester Report schicken sie sensible Informationen per E-Mail in der Gegend herum oder laden sie in unsicheren Public-Cloud-Speicher wie Dropbox und Google Drive.

Unternehmen gehen tagtäglich schludrig mit ihren Daten um und riskieren ihr geistiges Eigentum. Das ist das Ergebnis der Forrester-Studie "Secure Sharing of Intellectual Property" (Sicheres Teilen von geistigem Eigentum). Die Analysten befragten dafür im Auftrag des Enterprise-Filesharing-Anbieters Thru CIOs, IT-Manager, Ingenieure und Supportmitarbeiter von Technologie- und Elektronikunternehmen in Deutschland, den USA und in Großbritannien.

Unternehmen schludern beim Datenaustausch
Unternehmen schludern beim Datenaustausch
Foto: alphaspirit - shutterstock.com

Gegen Dropbox und Google Drive

Die Ergebnisse der Studie zeigen eine erstaunliche Gleichgültigkeit gegenüber dem Schutz sensibler Informationen. Drei Viertel aller Befragten nutzen beispielsweise E-Mail zum Datenaustausch. Fast die Hälfte (Mehrfachnennungen waren möglich) verwendet außerdem kostenlose Cloud-Speicher-Angebote wie Dropbox oder Google Drive.

Drei Viertel aller Befragten nutzen beispielsweise E-Mail zum Datenaustausch.
Drei Viertel aller Befragten nutzen beispielsweise E-Mail zum Datenaustausch.
Foto: Forrester

Immerhin 51 Prozent haben auch FTP Sites im Gebrauch und 25 Prozent nutzen Managed File Transfer Tools. Eher überraschend war, dass gut 16 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Firmen noch immer DVDs, USB-Sticks oder andere transportable Medien verwenden, um große Dateien zu teilen.

Der Report geht noch weiter ins Detail und untersucht, wie Supportteams, Entwicklungsingenieure und Software-Teams der Unternehmen Daten austauschen. Auch in diesen eher sensiblen Bereichen kommen unsichere Methoden zum Einsatz. Entwicklerteams nutzen gleichermaßen E-Mail und freie Cloud-Dienste (jeweils 57 Prozent), um Software-Versionen und -Updates auszutauschen.

Ähnlich sieht es bei Support-Teams aus, die Software-Updates und Fehlerlogs zu 66 Prozent über freie Cloud-Dienste und zu 62 Prozent via E-Mail teilen. Damit riskieren diese Unternehmen laut Forrester nicht nur das Vertrauen ihrer Kunden, sondern unter Umständen auch einen Innovationsvorsprung, falls Daten in falsche Hände gelangen.

Weitere Ergebnisse der Studie

  • 72 Prozent wollen keine neue Lösung anschaffen um kein neues Datensilo zu errichten.

  • 80 Prozent sorgen sich um die Sicherheit ihrer Daten, wenn mobile Geräte verloren gehen.

  • 54 Prozent haben Bedenken mit der Datenhoheit bei Angeboten die nur in der Cloud gehostet sind

  • 48 Prozent sind beunruhigt nicht zu wissen, wann und von wem Daten verteilt, kopiert und heruntergeladen werden.

Forrester befragte die teilnehmenden Unternehmen, was diese konkret von einer Unternehmenslösung zum Filesharing erhoffen. 60 Prozent erwarten von einer solchen Lösung eine erhöhte Produktivität und reduzierte Kosten. Für 69 Prozent ist es wichtig, dass sich die Lösung in existierende Werkzeuge im Unternehmen integrieren lässt. Für 59 Prozent ist die erhöhte Sicherheit ein wichtiges Ziel einer neuen Lösung.

Forrester rät Unternehmen, sich von freien Cloud-Diensten und veralteten Technologien zu trennen. Als Alternative kämen nur speziell für Unternehmen entwickelte Lösungen in Frage, die sicher sind und sich in bestehende Anwendungen und Prozesse integrieren lassen.

Der Report kann gegen Registrierung von der Thru-Webseite heruntergeladen werden: http://go.thruinc.com/forrester-tap-report-secure-sharing-of-ip. (rw)

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