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30.01.2008

Unternehmen sollen für Bewerbungen zahlen

In den USA ist eine Website an den Start gegangen, auf der Stellensuchende für Bewerbungsgespräche Geld von Firmen kassieren können.

Auf der Job-Website NotchUp.com registrierte Bewerber können einen Preis festlegen, für den sie an einem Bewerbungsgespräch mit potenziellen Arbeitgebern teilnehmen würden. Der Site zufolge beteiligen sich Google, Barracuda Networks und Yahoo daran – letzterer Arbeitgeber hat derzeit indes andere Probleme. NotchUps Idee verdankt sich dem Mangel an IT-Fachkräften in den USA.

Das Unternehmen schlägt dem Kandidaten, für den das Angebot kostenlos ist, einen Richtpreis vor, der auf seinen Fähigkeiten, der Branche und der Berufserfahrung basiert. Über den Daumen gepeilt sind das 300 bis 600 Dollar. Daran müssen sich die Jobsucher allerdings nicht halten. Recruiter können die (anonymisierten) Profile der Experten durchsuchen und den Kandidaten Angebote unterbreiten. Wenn diese auf den Deal eingehen, sammelt NotchUp die Gebühr ein, leitet sie weiter und vermittelt die Kontaktdaten. Profile des Social Network LinkedIn lassen sich importieren und anonymisieren – auch gegenüber dem derzeitigen Arbeitgeber.

Dabei stellt das Startup folgende Rechnung auf: Ein klassischer externer Headhunter kassiert für eine erfolgreiche Vermittlung rund 20 Prozent des ersten Jahresgehalts (20 000 Dollar bei 100 000 Dollar Gehalt). NotchUp hingegen verlangt pro Bewerbungsgespräch durchschnittlich 500 Dollar. Wenn der Kandidat nicht erscheint, sein Profil nicht mit der Realität übereinstimmt oder er das Interview nicht Ernst nimmt, zahlt NotchUp die Gebühr zurück. In diesen Fällen können Unternehmen die Bewerber auf der Site negativ bewerten.

Empfehlenswert für Jobsucher und Personaler sind die Kommentare zu der neuen Geschäftsidee im Blog "Techcrunch" – selbst wenn es niemals zu einem bezahlten Interview kommen wird, so ein Leser, hat NotchUp in kurzer Zeit eine nette Sammlung an LinkedIn-Profilen zusammen, die das Startup gegebenenfalls anderweitig in Umsatz verwandeln kann. Andere Blog-Kommentatoren sprechen von einer guten Idee. Kritiker warnen vor der nächsten Blase. (ajf)