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19.05.2000 - 

Security in Las Vegas wieder ein heißes Thema

Unternehmen wollen ihre Netze besser absichern

LAS VEGAS (ave) - "I love you" - das Auftauchen dieses verhängnisvollen Virus hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig starke Sicherheitsmaßnahmen für Unternehmensnetze sind. Auf der Networld + Interop (N+I) war daher von Virenscannern über Firewalls bis hin zu Intrusion-Detection-Lösungen und Verschlüsselungsprodukten alles gefragt, was die Netzwerke sicherer zu machen verspricht.

Vielen Netz-Managern steckten die katastrophalen Folgen des Virus in Las Vegas offenbar noch in den Knochen, denn die Hersteller von Sicherheitsprodukten verzeichneten einen regen Zulauf. Zu sehen gab es einiges: Der deutsche Hersteller Biodata Information Technology etwa präsentierte in Las Vegas seine Firewall- und Verschlüsselungslösungen. "Babylon" ist eine modulare Hardwareplattform, die Informationen vor der Übertragung verschlüsselt. Derzeit funktioniert dies mit ISDN-, Frame-Relay- und X.25-Verbindungen, im zweiten Quartal 2000 soll ATM-Unterstützung hinzukommen. Das Unternehmen verfügt außerdem mit "Bigfire +" über eine Blackbox-Firewall, die in verschiedenen Konfigurationen für unterschiedliche Einsatzgebiete erhältlich ist. Kürzlich hat Biodata sein Programm um die Softwarelösung "Sphinx" erweitert. Dieses Produkt wird auf Arbeitsplatzrechnern oder heimischen Computern installiert und soll diese zusätzlich absichern, wenn sie mit dem Internet verbunden sind.

Tan Siekmann, Chief Executive Officer (CEO) von Biodata, ist sich sicher, dass auf diese Weise viel von dem Unheil hätte verhindert werden können, das der I-love-you"-Virus angerichtet hat. Das scheinen andere Anbieter ähnlich zu sehen: Biodata hat eigenen Angaben zufolge Vereinbarungen mit Herstellern wie Dell, Compaq, Acer oder Fujitsu getroffen, um Sphinx auf deren Rechnern vorzuinstallieren.

Die aus dem Anbieter Racal hervorgegangene Zaxus Inc. sieht ebenfalls die Verschlüsselung als wichtigstes Element der Datensicherheit. Das Unternehmen stellte auf der Messe den "Datacryptor 2000 IP" vor, mit dem sich Übertragungen über Weitverkehrsnetze vor den neugierigen Blicken Dritter schützen lassen sollen.

Intrusion Detection auch für LinuxDas Gerät bietet Chiffrierung nach dem Triple-DES-Standard. Laut Zaxus ist es über ein Software-Upgrade möglich, die Lösung an künftige, stärkere Verschlüsselungsverfahren anzupassen. Die erste Version des Datacryptor unterstützt bis zu 1024 physikalische Endpunkte.

Der Anbieter Network Ice hingegen setzt auf seine Intrusion-Detection-Software, um Angriffe auf das Unternehmensnetz abzuwehren. "Icecap Manager" entdeckt dabei nicht nur Hacker-Attacken von außen, sondern wacht zudem darüber, dass keine schädigenden Aktivitäten von den Angestellten ausgehen. Das Unternehmen kündigte auf der N+I den "Black Ice Agent for Linux" an. Untersuchungen der Gartner Group zufolge laufen mehr als 30 Prozent aller Web-Server unter Linux - dieser Popularität will das Unternehmen mit seiner Lösung Rechnung tragen. Mit der ab Herbst 2000 erhältlichen Anpassung des Black-Ice-Agenten können auch Linux-Server mit Icecap abgesichert werden.

Syndata Technologies stellte auf der Messe seine Sicherheitslösung "Syncrypt Secure" vor. Die Software dient dazu, E-Mail-Übertragungen, Dateien oder Verzeichnisse durch Verschlüsselung vor unbefugten Zugriffen zu schützen. Die Produktsuite unterstützt das Verfahren Public Key Infrastructure (PKI) und digitale Signaturen. Außerdem können Anwender damit auch ganz ausgewählte Daten, etwa einzelne Textpassagen in einem Dokument, verschlüsseln. Syncrypt Secure ist in einer Client-Version, als "Secure Enterprise Suite" und als "Secure VPN" erhältlich.