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03.05.2005

Unternehmensgründer geben Gas

Trotz der angespannten konjunkturellen Lage gibt es einfallsreiche Neulinge, die ihre Chance nutzen wollen.

Während sich deutsche Entrepreneure im Herbst und im Winter noch optimistisch über ihren Heimatmarkt geäußert haben, betonen sie jetzt stärker ihren Willen, rasch in andere Länder und insbesondere die USA zu expandieren", berichtet Wellington-Partner Jörg Überla. Sein Unternehmen hat rund 250 Business-Pläne ausgewertet, die im Laufe des ersten Quartals bei dem Risikokapitalgeber eingegangen waren.

Frühe Expansionspläne

Überla sieht die Entwicklung positiv, immerhin sind die USA der mit Abstand größte IT-Markt weltweit. Außerdem zeigen sich US-amerikanische Kunden wesentlich aufgeschlossener, wenn es um die Zusammenarbeit mit Startups geht. Beispielsweise gewährleistet mit Astaro ein Karlsruher Technologieunternehmen die Netzwerksicherheit der National Laboratories in Los Alamos.

Was ihr Engagement in Deutschland angeht, sind die Entrepreneure vorsichtig. Gegenüber dem vorangegangenen Quartal halten sie zwar unverändert an ihren Umsatzzahlen fest, wollen jedoch die Kosten deckeln und weniger Mitarbeiter einstellen. Die geplante Marge für 2007, also zwei Jahre nach einer möglichen Finanzierung mit Venture Capital, steigt dadurch von 30 Prozent auf 34 Prozent.

Gewinnträchtige Geschäftsfelder machen junge Unternehmer im gesamten ITK-Markt aus, etwa bei Architekturen für Mikroprozessoren, Software für Unterhaltungselektronik oder neuen Ansätzen im Bereich IT-Security. Mit Konzepten rund um die Themen Multimedia, Mobilität und daran angepasste Hardware beschäftigen sich mittlerweile rund ein Viertel der eingereichten Business-Pläne. Eine deutsche Spezialität sind Telemetrie-Lösungen, um die es in neun Prozent aller Business-Pläne geht. Im Umfeld von BMW, Mercedes und Porsche entwickeln Softwareingenieure insbesondere im Süden der Republik neue elektronische Steuerungsmöglichkeiten für die PKWs von morgen.

Starke Branchen bieten den idealen Nährboden für junge Unternehmen. Überla empfiehlt vor diesem Hintergrund eine frühzeitige internationale Expansion: "Wer sich im Bereich Consumer Electronics profilieren will, braucht den Kontakt zu führenden japanischen Herstellern; wer bei Storage-Themen reüssieren will, muss frühzeitig ein Netzwerk im Silicon Valley aufbauen." Für viele Branchen und Themen bildet aber auch Deutschland mit seinen qualifizierten Mitarbeitern und guten regionalen Ökosystemen eine hervorragende Basis, so der Wellington-Mann. Dem Well-Go-Index - einem Indikator, der auf Basis geplanter Umsätze, Gewinne und Mitarbeiterzahlen ein Bild über die Stimmung in der Gründerszene gibt - tut dieser neue Ehrgeiz der Newcomer gut. Mit 69 Punkten erreicht er im ersten Quartal 2005 einen neuen Höchststand. (mb)