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25.01.1985 - 

Strategische Bedeutung des ClM-Einsatzes oft negiert:

Unternehmenspolitik bremst Expansion

FRANKFURT (pi) - Viele Manager in der Fertigungsindustrie haben die wachsende Bedeutung des Computer Integrated Manufasturing (CIM) für den Wettbewerb noch nicht als ihre Aufgabe erkannt, sondern überlassen das lieber den Spezialisten. Folge: Beim Anwender wird der gesamte Planungs- und Fertigungsbereich in seiner Entwicklung gehemmt. Hinzu kommt, daß dieser Markt nur sehr zögernd expandiert. Diese These vertritt die Diebold Deutschland GmbH.

Den Hauptfehler zahlreicher Anwender sieht die Frankfurter Beratungsgesellschaft in der Tatsache, daß die Unternehmensleitungen den strategischen Charakter der Grundsatz- und Planungsentscheidungen verkennen. Dieser Fehler beginnt oft schon beim ersten Baustein des CIMKonzeptes, dem CAD (Computer Aided Design). Überläßt man die Planung des CAD-Einsatzes den Fachspezialisten, denen es oft an Managementerfahrung und dem Gesamtüberblick fehlt, erhält man CAD-Insellösungen, die den Weg zur Integration mit der übrigen Datenverarbeitung blockieren. "Diese Systeme behaupten sich hartnäckig in den jeweiligen Fachbereichen und verhindern eine optimale informationstechnische Struktur", beklagen die Diebold-Experten. Sie fordern stattdessen eine klare strategische Planungsverantwortung für das Management.

Erst die faktische Durchführungsplanung, so die Marktbeobachter aus der Hessen-Metropole, dürfe den CAD-Experten überlassen werden. Als strategische Rahmengrößen nennen sie Zielsetzungen wie Verringerung der Durchlaufzeit, Verbesserung in der Termintreue, schnellere Angebotsabgabe oder größere Flexibilität in der Planung und Fertigung.

Langfristig (bis 1990) kann man davon ausgehen, daß auf die rund 17 000 in der Konstruktion tätigen Ingenieure rund 6000 CAD-Arbeitsplätze entfallen werden. Weiteres Anwendungspotential tut sich bei den 900 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 10 bis 25 Millionen Mark auf. Hier erscheinen kurzbis mittelfristig 600 bis 700 und langfristig 3000 CAD-Arbeitsplätze realisierbar. Diese sind weitgehend Mikrocomputer-orientiert.

Vielen Unternehmensleitungen fehle es jedoch an CAD/CAM-Bewußtsein, vom CIM-Bewußtsein ganz zu schweigen, folgert Diebold. Um einen eigenen Beitrag zur Bewußtseinsbildung zu leisten, plant das Unternehmen für den 20. und 21. März 198S ein Manager-Forum, auf dem den Teilnehmern die strategische Betrachtungsweise für den Einsatz von CAD/CAM-Systemen nähergebracht werden soll. Herstellerneutral können sich die Manager über Trends und wesentliche Charakteristika des Einsatzes solcher Systeme informieren.