Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.03.1995

Unternehmensweit noch nicht genutzt Client-Server-Computing findet vor allem in Abteilungen statt

MUENCHEN (CW) - Client-Server-Computing (CS) ist zwar einer der meistbenutzten Begriffe in der DV-Szene. Daraus sollte man aber nicht rueckschliessen auf die tatsaechliche Durchsetzungsfaehigkeit des Konzepts in Unternehmen. Dies zumindest ist das Ergebnis einer Konferenz in den USA, an der Industrie-Manager und Analysten teilnahmen.

Der Anteil von Unternehmen, der auf CS-Strukturen umgesattelt hat, ist nach den Aussagen der Konferenzteilnehmer immer noch sehr gering. Allerdings sind deutliche Unterschiede des Verbreitungsgrades zu verzeichnen, zieht man die Einsatzgebiete in Betracht: So hat CS seine Praesenz auf Abteilungsebene und da bei Datenbankanwendungen erheblich steigern koennen.

Ganz anders sieht es bei zeitkritischen Anwendungen oder der Bestellung der unternehmensweiten DV aus: Hier ist CS noch kaum in Erscheinung getreten. Firmenvertreter von Hewlett-Packard (HP), Oracle, Banyan Systems und Tivoli Systems vertraten die Ansicht, bei diesen Anwendungsfeldern werde es wohl noch einige Jahre dauern, bis CS sich als allgemein akzeptiertes und eingefuehrtes Modell fuer die DV durchgesetzt habe.

Einem Erfolg von CS auf breiter Front stehe noch dessen Komplexitaet bei der Installation sowie die Handhabung und Verwaltung des gesamten Systems im Wege. Unternehmen, so die Erfahrungen der Experten, saehen sich bei der Konzeption von CS- Strukturen noch mit einem hohen Verwaltungsaufwand fuer solch eine DV-Topologie konfrontiert. Zudem verlangten sie noch erheblichen Feinschliff auf Benutzerebene. Auch habe sich die Industrie, die CS-Systeme anbiete, noch nicht auf Standards einigen koennen.

Unternehmen haetten typischerweise, so die Erkenntnisse der Konferenzteilnehmer aus der Alltagspraxis, unterschiedliche CS- Systeme in verschiedenen Abteilungen installiert, die fuer je unterschiedliche Aufgabenstellungen herangezogen wuerden. Die Kopfschmerzen begaennen immer dann, wenn Firmen versuchten, diese differierenden Systeme zu einer Einheit zusammenzuschliessen.

Die Konferenz spiegelt den Trend wider, CS-Topologien vor allem fuer die Unternehmensdezentralisierung auf Abteilungsebene einzusetzen.