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15.04.1994

Unternehmensziele konkretisiert Info AG bereitet Spekulationen um unsichere Zukunft ein Ende

HAMBURG (gh) - Die Spekulationen ueber eine bevorstehende Liquidierung oder Uebernahme des privaten Netzbetreibers und Ausweichrechenzentrums-Anbieters Info AG haben vorerst ein Ende. Das Hamburger Unternehmen will eigenen Angaben zufolge auch kuenftig alle Investitionen wie geplant taetigen und damit seine Stellung sowohl im Geschaeft mit Netz- als auch mit Backup-Diensten untermauern.

Die sich im Mehrheitsbesitz der France-Telecom-Tochter Transpac befindende Info AG (Jahresumsatz 1993: 73,8 Millionen Mark) war in den letzten Wochen in Bedraengnis geraten - weniger durch eigenes Zutun als vielmehr durch Geruechte und Unklarheiten im Zuge der verstaerkten Kooperation zwischen Telekom und France Telecom. Beide Carrier haben bekanntlich Ende vergangenen Jahres mit der Ankuendigung des Joint-ventures "Atlas" ihre Zusammenarbeit auf hoechster Ebene intensiviert.

In dieses soll neben der gemeinsamen Outsourcing-Tochter Eunetcom auch der franzoesische X.25-Anbieter Transpac integriert werden. Fuer die Transpac-Tochter Info AG, die sich zudem im Wettbewerb mit der neuen Telekom-Tochter Detesystem befindet, werde daher, wie es in Bonn und Paris inoffiziell hiess, noch nach einer Loesung gesucht - Grund genug fuer manche Insider, bereits das Sterbegloeckchen fuer den Hamburger Netzbetreiber zu laeuten.

Die Info AG wird jedoch, wie Vorstandsvorsitzender Lutz Meyer- Scheel nun gegenueber der COMPUTERWOCHE betonte, auch kuenftig ihre Kunden in puncto Netzwerkservice und Rechenzentrums-Backup wie vereinbart bedienen. Dazu werden alle notwendigen weiteren Investitionen fuer den Netzausbau und eine Erweiterung der Vertriebsstruktur in Angriff genommen. Hierzu hat das Unternehmen auch eine mit Bonn und Paris abgestimmte Erklaerung veroeffentlicht, die, so Meyer-Scheel, "fuer Klarheit sowohl bei den eigenen Mitarbeitern als auch bei der Kundschaft" sorgen soll.