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01.02.2002 - 

Automotive-Bereich wird mit Collaboration zum Motor der IT-Industrie

Unterschiedliche IT-Trends in der deutschen Industrie

MÜNCHEN (CW) - Industrie ist nicht gleich Industrie - das gilt nicht zuletzt auch für die IT-Prioritäten in der Branche. Den Marktforschern von Pierre Audo Conseil (PAC) zufolge unterscheiden sich die Anforderungen in den einzelnen Segmenten gravierend.

Exemplarisch hat PAC die Unterschiede zwischen der deutschen Automobil- und der Maschinenbaubranche hinsichtlich IT-Verbreitung und den anstehenden Investitionsvorhaben aufgeschlüsselt. Als genereller Trend lässt sich erkennen, dass die großen Autokonzerne kaum Berührungsängste mit der IT haben, während die mittelständisch geprägten Maschinenbauer "eine überwiegend konservative Haltung" zu neuen DV-Projekten an den Tag legen. Folglich finden sich IT-Trends wie E-Business oder Customer-Relationship-Management (CRM) eher im Automobilbau wieder.

Unterschiede gebe es laut PAC auch in der Bereitschaft, mit externen IT-Dienstleistern zusammenzuarbeiten. So beträgt der Outsourcing-Anteil am Software- und Servicemarkt im Bereich Automotive rund 45 Prozent, während er beim Maschinen- und Anlagenbau nur knapp ein Drittel des Gesamtvolumens ausmacht. Dafür sei hier die Bedeutung von Standardsoftware höher.

Vorreiter AutomobilbrancheDemzufolge fällt auch die Gewichtung der Anbieter unterschiedlich aus: So nehmen die fünf bedeutendsten IT-Firmen (T-Systems, EDS, IBM, SBS und SAP) in der Autobranche rund 40 Prozent des Gesamtvolumens ein. Im Maschinenbau sind für diesen Marktanteil die Umsätze von insgesamt 20 IT-Anbietern notwendig.

Zu bemerken ist zudem laut PAC, dass die DV-Strukturen der Automotive-Sparte bereits einen Schritt weiter sind als in den meisten anderen Industriesegmenten. Gegenwärtig befassten sich die einschlägigen Konzerne mit der Umsetzung von Lösungen für die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit (Collaboration), worunter Tools für die elektronische Beschaffung sowie Supply-Chain- und Produkt-Lifecycle-Management fallen. Da die Vorbereitungen hierfür bereits angelaufen sind, werden die Projekte 2002 trotz der Rezession nicht verschoben oder gestoppt. Somit zählt der IT-Markt im Automobilbau dieses Jahr mit einer Wachstumsrate von elf Prozent zu den Motoren der IT-Entwicklung.

Der Maschinen- und Anlagenbau wird hingegen laut PAC frühestens 2003 nachziehen. Hier stehen vorerst IT-Investitionen in Marketing, Vertrieb und Kundenservice auf der Tagesordnung, bis sich das Segment ebenfalls dem Bereich Collaboration widmet. Angesichts der konjunkturellen Lage und des zunehmenden Kostendrucks gehen die Analysten zudem davon aus, dass sich auch diese Anwender verstärkt dem Outsourcing-Gedanken öffnen. (ajf)