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20.09.1996 - 

Bill Gates wehrt sich gegen Oracles NC

Unterschiedliche Prognosen für den Internet-PC

Nicht ganz uneigennützig sagt Oracle-CEO Ellison dem NC mit 100 Millionen verkauften Geräten bis zum Jahr 2000 einen Boom voraus. Diesem Optimismus widerspechen die Analysten der International Data Corporation (IDC), auf deren Pariser IT- Konferenz die Diskussion stattfand. Nach ihren Erkenntnissen werden bis zur Jahrtausendwende lediglich 46 Millionen NCs installiert, davon nur acht Millionen in Europa. Laut Ellison sind die Europäer jedoch weit weniger zurückhaltend, als IDC vermutet. So seien bereits Telefongesellschaften in der Schweiz, Frankreich, in Großbritannien und in den Niederlanden dabei, NCs zu testen.

Die in Paris vorgebrachten Argumente für den Einsatz der neuen Geräte faßte die "Financial Times" zusammen. Für den NC spreche, daß immer mehr Anwender mit den hohen Betriebskosten und den kurzen Upgradezyklen herkömmlicher PCs unzufrieden seien. Auch würden die Anwender von der Komplexität der Windows-Rechner zunehmend überfordert. Vom NC behauptet Ellison dagegen, daß auch seine Mutter ihn bedienen könnte.

Wie eine Rede von Bill Gates auf derselben Veranstaltung zeigte, hat auch Microsoft die Zeichen der Zeit erkannt. Zwar lehnt er den NC weiterhin als "Ellisons dumme Idee" ab, räumte aber ein, daß die Kritik an den Kosten und der Bedienbarkeit des PCs berechtigt seien. Er wolle diesen Problemen mit noch komplexerer Software angehen, die den Computer lernfähig machen soll.

Die größte Gefahr für den NC sei, so schließt die "Financial Times", daß die PC-Hersteller dessen Vorzüge zu schnell ko- pieren.