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15.06.2005

Unterwegs arbeiten - aber wie?

Unternehmen wünschen mobiles Arbeiten. Carrier schnüren Angebote.

Die Zahl der mobilen Mitarbeiter wird in Deutschland in den nächsten Jahren kräftig ansteigen, meinen 98 Prozent der deutschen Führungskräfte. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Trends in European Mobile Working" des englischen Marktforschungsinstituts Coleman Parkes Research, das in den letzten Monaten 250 europäische Topmanager großer Konzerne befragte. Dabei geht es den Unternehmen, wie Ian Parkes, einer der Direktoren des Instituts, anmerkt, nicht wie zu den Zeiten des M-Commerce-Hypes um die Erschließung eines neuen Vertriebskanals, sondern um die Einbindung mobiler Mitarbeiter in den Workflow und die Abläufe eines Unternehmens.

So glauben denn auch 88 Prozent (EU-Durchschnitt 81 Prozent) der deutschen Manager, dass sie ihre Mitarbeiter durch Mobile Working produktiver einsetzen können. Spätestens 2007, davon gehen 38 Prozent der befragten Deutschen aus, wird mindestens ein Viertel ihrer Belegschaft oder mehr mobil arbeiten. Europaweit sehen dies 27 Prozent kommen. Auch wenn fast drei Viertel der Manager davon überzeugt sind, dass die Vorteile des Mobile Working die Kosten rechtfertigen, befürchten 62 Prozent eine Kostenlawine. Solche Sorgen machen sich im europäischen Vergleich nur die Hälfte der Manager.

Allerdings sind die deutschen Führungskräfte an der drohenden Kostenlawine teilweise selbst schuld: Ein Drittel der Unternehmen nutzt nämlich mehr als einen Mobilfunk-Provider und verschenkt damit die Chance, kostengünstige Volumenverträge auszuhandeln. 90 Prozent der Befragten wollen möglichst schnell ihre Ausgaben für mobile Technologien kontrollieren.

Carrier wie British Telecom (BT) sehen den Mobiltrend als Chance, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die Briten, die in letzter Zeit vor allem in Sachen VoIP von sich reden machten, bieten künftig ein Mobility-Portfolio aus vier Komponenten an: dem "Mobile Access", dem Service "Managed Blackberry and PDA", der "Field Force Automation" sowie Sicherheitsdiensten zum "Managed Remote Access".

BT-Dienste für Firmen

Unter dem Schlagwort Mobile Access (Mobilzugang) tritt BT als Betreiber eines virtuellen Netzes auf. Der Carrier offeriert Geschäftskunden eine Art Outsourcing der Mobilfunkkommunikation, indem er etwa die Abrechnung, das Roaming sowie den Service für den Anwender übernimmt. Noch beschränkt sich hierzulande die Dienstleistung auf das Überprüfen der Rechnungen, das Aushandeln günstiger Konditionen oder die Inventur der Endgeräte. Im Heimatmarkt Großbritannien geht BT dagegen bereits einen Schritt weiter: Mit einer Lizenz als Virtual Network Operator ausgestattet, arbeitet der Carrier dort an der Integration der Mobilfunkstandards WLAN und GSM sowie an mobilen Mehrwertdiensten.

Vorerst ebenfalls nur in Großbritannien offeriert BT die Field Force Automation, die später auch für Deutschland geplant ist. Hier will das Unternehmen Anwender dabei unterstützen, in ihren Abläufen die Mobilität besser zu nutzen.

Ergänzt wird dies durch die Dienstleistung Managed Blackberry and PDA, wo BT sowohl die Administration der Infrastruktur als auch der Geräte übernimmt. Auf diese Weise muss sich der Anwender um so leidige Dinge wie Geräte-Rollout oder Pflege der Blackberry-Server nicht mehr kümmern. Damit die mobilen Anwendungen unterwegs auch sicher genutzt werden können, bietet der Carrier den Service des Managed Remote Access an. Dabei werden Zugangsmedien wie ISDN, DSL, GPRS und UMTS zum Aufbau sicherer Verbindungen zum Unternehmensnetz unterstützt. Zum Schutz der Daten setzt BT auf Virtual Private Networks (VPNs). (hi)