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22.12.2000 - 

Jahresrückblick/Kommentar

Unverdientes Glück für Microsoft

Es hätte das Jahr werden können, in dem der größte Softwarekonzern der Welt lernt, dass auch für ihn die Gesetze gelten. Seit mehr als fünf Jahren wird immer wieder gegen Microsoft ermittelt. Mehrfach hat sich die US-Kartellbehörde auf Kompromisse eingelassen und den Versprechen geglaubt das Unternehmen werde sich bessern. Um so zynischer klingt es, wenn jetzt die Hausjuristen ihre Berufung gegen das Zerschlagungsurteil damit begründen, der Richter habe unzulässigerweise einen Zusammenhang zwischen den Geschäftspraktiken des Unternehmens und den Regeln gegen den Missbrauch von Monopolen hergestellt.

Anfang der neunziger Jahre, als die USA sich aus der Rezession zu befreien begannen, wurden die rauen Methoden Microsofts in Wirtschaftskreisen noch wegen ihres Erfolgs bejubelt. Doch schon bald stöhnten immer mehr Geschäftspartner und Konkurrenten unter der Dominanz aus Redmond. Ganze Softwareverbände belieferten die Gerichte mit Belastungsmaterial. Viele Verbraucher und Unternehmer konnten bis kurz vor Weihnachten hoffen, dass die Verurteilung ein Fanal gegen die von Microsoft hoffähig gemachten rüden Methoden setzen würde, die immer nur den Marktführern nutzen.

Doch mit der Wahl von George Bush zum US-Präsidenten ist diese Hoffnung zerstoben. Das standhaft gegen Microsoft klagende Justizministerium wird von einem Mann neu besetzt, der sich immer dagegen gewandt hat, Unternehmen juristisch zu "gängeln". Die Chancen im Berufungsverfahren stehen gut - für Microsoft. gfh