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21.05.2008

UPDATE: Air Berlin kämpft um die Übernahme von Condor

(NEU: Hintergrund, Details, Aktienkurs)

(NEU: Hintergrund, Details, Aktienkurs)

Von Kirsten Bienk

DOW JONES NEWSWIRES

BONN (Dow Jones)--Air Berlin kämpft um die geplante Übernahme des Ferienfliegers Condor. Um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken des Bundeskartellamts zerstreuen zu können, hat Deutschlands zweitgrößte Airline um eine weitere Verlängerung der Prüfungsfrist gebeten. Das Amt hat diesem Antrag zugestimmt und eine Entscheidung bis zum 11. August in Aussicht gestellt. In dieser Zeit werden Air Berlin und die Condor-Eigentümerin Thomas Cook weitere Argumente vorbringen.

Dass das Bundeskartellamt wettbewerbsrechtliche Bedenken hat, ist nicht neu. Die Behörde hatte sich bereits bei der Bekanntgabe der Pläne Ende 2007 kritisch geäußert und darauf verwiesen, dass sie Air Berlin die Übernahme der Fluggesellschaft LTU zuvor auch deswegen genehmigt hat, weil mit Condor noch ein wichtiger Wettbewerber am Markt war. Wenn auch Condor in den Air-Berlin-Konzern eingehe, würden sich die Marktgewichte verändern und es entstehe eine ganz andere Situation, warnten die Wettbewerbshüter.

Klar ist auch, dass das Kartellamt die Condor-Übernahme nicht ohne Auflagen freigeben wird. Wäre dies der Fall, hätten Air Berlin und Thomas Cook keine Verlängerung der Frist beantragen müssen. Entweder wollte das Amt die Übernahme komplett verbieten oder nur unter Auflagen freigeben. Anscheinend sehen die Antragsteller noch Chancen, eine bessere Entscheidung aus Bonn zu bekommen.

Offiziell gibt es dazu keine Angaben. Weder das Amt noch die beteiligten Fluggesellschaften wollten sich am Mittwoch im Detail äußern. Air Berlin erklärte nur, dass es noch offene Fragen gebe, die in den nächsten Wochen geklärt werden sollen. Das Unternehmen sei aber weiterhin zuversichtlich, die Freigabe zu bekommen.

Entscheidet sich die Kartellaufsicht am Ende doch für ein Verbot, will Air Berlin ihren "Plan B" umsetzen. Details dieses Planes würden jetzt aber noch nicht genannt, sagte Sprecher Peter Hauptvogel.

Die Frage, ob Air Berlin die Freigabe ihres Condor-Deals gelingt, wird derzeit von Beobachtern intensiv diskutiert. Analyst Oliver Drebing von SRH Alster Research ist da nicht mehr sehr zuversichtlich. Er begründet seine Einschätzung mit den Marktfolgen. Wenn Air Berlin Condor übernehme, gebe es für Pauschalreisen kaum noch alternative Fluganbieter. Dies habe auch die Touristikbranche erkannt und sich entsprechend gegen diese Pläne ausgesprochen, sagte er.

Der Kapitalmarkt dürfte deshalb auch ein eventuelles Übernahmeverbot nicht "so negativ" sehen, glaubt Drebing. Es gebe nämlich unter Anlegern auch Bedenken, ob sich das Air-Berlin-Management mit seinen Plänen übernommen haben könnte. Außerdem könne die Airline zusammen mit LTU für ausreichend organisches Wachstum sorgen.

Das Kartellamt wird in nächster Zeit die neuen Aspekte des Fusionsvorhabens prüfen, die Air Berlin und Thomas Cook vortragen werden. Außerdem will die Behörde nach eigener Darstellung noch Wettbewerber und andere Marktteilnehmer in einem so genannten Markttest nach ihrer Einschätzung des Vorhabens befragen.

Die im SDAX-notierte Aktie zeigt sich in einem etwas leichteren Umfeld mit einem deutlichen Abschlag. Air Berlin notieren gegen 16.57 Uhr bei 7,93 EUR und damit 3,5% im Minus.

Webseite: http://www.airberlin.com/ http://www.bundeskartellamt.de/ http://www.thomascook.de/ -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/rio

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