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27.07.2007

UPDATE: Altana-Aktionäre klagen gegen Gewinnausschüttung

(NEU: Stellungnahmen des Unternehmens und der SdK, Hintergrund)

(NEU: Stellungnahmen des Unternehmens und der SdK, Hintergrund)

Von Heide Oberhauser-Aslan

Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Auszahlung des gesamten Bilanzgewinns nach dem Verkauf der Pharmasparte der Altana AG hat ein gerichtliches Nachspiel. Die Aktionäre Klaus Zapf und Pomoschnik Rabotajet GmbH klagen gegen den Beschluss der Hauptversammlung zur Verwendung des Bilanzgewinns, wie ein Unternehmenssprecher der "Financial Times Deutschland" (FTD - Freitagausgabe) sagte.

Altana hatte das Arzneigeschäft für 4,7 Mrd EUR an Finanzinvestoren verkauft und den Erlös nach Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2006 fast komplett ausgeschüttet. Die Hälfte ging an die Großaktionärin Susanne Klatten aus der Quandt-Familie. Für Großaktionäre sieht der Gesetzgeber bei solchen Einnahmen Steuerfreiheit vor - während Kleinanleger sie nach dem Halbeinkünfteverfahren zu versteuern haben.

Bei den Hauptversammlungen im Dezember und Mai hatten Aktionäre moniert, der Verkauf sei auf Klattens Bedürfnisse zugeschnitten. Die mündliche Gerichtsverhandlung ist für den 2. Oktober am Landgericht Frankfurt vorgesehen, wie aus dem Bundesanzeiger hervorgeht.

Die Altana AG bestätigte am Freitag den Eingang der Klagen gegen den Beschluss der Hauptversammlung zur Verwendung des Bilanzgewinns 2006. Ein Altana-Sprecher erklärte zugleich, dass die Klage keinerlei Auswirkung auf das operative Geschäft des Unternehmens habe. Zu möglichen Erfolgsaussichten der Klage äußerte sich der Sprecher nicht.

Für die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) sind die Erfolgsaussichten der Klage nur schwer einzuschätzen. Wahrscheinlich stehe der Verdacht der Begünstigung eines Großaktionärs durch den Dividendenbeschluss dahinter, sagte SdK-Sprecherin Reinhild Keitel. Möglicherweise ziele die Klage darauf ab, dass eine Kompensation ausgeschüttet werde. Die Ausschüttung einer Sonderdividende sei nicht sehr vorteilhaft für die freien Aktionäre gewesen.

Die SdK habe seinerzeit zwar den Dividendenbeschluss kritisiert, ihn jedoch mangels Alternativen letztendlich gebilligt, sagte die Sprecherin weiter. Zu der nun eingereichten Klage sagte sie, die These zu vertreten, dass hier Beschlüsse gefasst worden seien, die dem Großaktionär Sondervorteile verschafft hätten, sei nicht abwegig. Statt eines Verkauf des Pharmageschäfts und der Ausschüttung der Sonderdividende hätte Altana das Geschäft auch beispielsweise an die Börse bringen und an die Aktionäre Aktien ausgeben können, sagte die Sprecherin weiter.

Altana hatte für 2006 mit der Sonderzahlung, einem Bonus und der regulären Dividende 34,80 EUR je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet.

Webseiten: http://www.ftd.de

http://www.altana.de

-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113,

heide.oberhauser@dowjones.com

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