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31.01.2008

UPDATE: Altana will profitablen Wachstumskurs halten

(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens, Analysten, Aktienkurs) Von Heide Oberhauser-Aslan Dow Jones Newswires FRANKFURT (Dow Jones)--Der Spezialchemiekonzern Altana setzt auch in den kommenden Jahren auf profitables Wachstum. Nachdem der MDAX-Titel in seinem ersten Jahr als reines Spezialchemieunternehmen mit 18% bereits die untere Grenze der anvisierten EBITDA-Marge von 18% bis 20% erreicht hat. In dieser Spanne soll sich die Marge auch in den kommenden Jahren bewegen.

(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens, Analysten, Aktienkurs) Von Heide Oberhauser-Aslan Dow Jones Newswires FRANKFURT (Dow Jones)--Der Spezialchemiekonzern Altana setzt auch in den kommenden Jahren auf profitables Wachstum. Nachdem der MDAX-Titel in seinem ersten Jahr als reines Spezialchemieunternehmen mit 18% bereits die untere Grenze der anvisierten EBITDA-Marge von 18% bis 20% erreicht hat. In dieser Spanne soll sich die Marge auch in den kommenden Jahren bewegen.

Zugleich bekräftigte das Unternehmen mit Sitz in Wesel am Donnerstag bei Vorlage der vorläufigen Kennzahlen 2007, mittelfristig ein durchschnittliches Umsatzplus von 10% zu erzielen - davon 6% organisch. Im laufenden Jahr soll der Umsatz währungs- und akquisitionsbereinigt im einstelligen Prozentbereich zulegen, hieß es am Berichtstag.

DZ-Bank-Analyst Norbert Barth bezeichnte diesen Ausblick allerdings als eher konservativ, räumt allerdings im Gespräch mit dow Jones Newswires ein, dass man mit mehr "vor dem Hintergrund von konkunkturellen Sorgen und der Dollarschwäche auch nicht rechnen" konnte. Ein Altana-Sprecher verwies darauf, dass der Ausblick am 18. März bei der Bilanzvorlage konkretisiert werde.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte der Konzern nach vorläufigen Angaben den Umsatz vergleichbar gerechnet um 7% auf 1,38 Mrd EUR. Das EBITDA legte dabei um 33% auf 248 Mio EUR zu. Der Konzern lag damit beim Umsatz in der Bandbreite seiner eigenen Prognosen und übertraf diese beim EBITDA. Für den Umsatz war ein Wert zwischen 1,37 Mrd und 1,40 Mrd EUR in Aussicht gestellt worden. Das EBITDA sollte in einer Range zwischen 235 Mio und 245 Mio EUR liegen.

Mit den Zahlen für Umsatz und EBITDA erfüllte der Konzern insgesamt auch die Analystenerwartungen. Den Umsatz hatten von Dow Jones Newswires befragte Analysten mit 1,391 Mrd EUR etwas höher veranschlagt, beim EBITDA hatte der Konzern die Schätzungen, die auf 245,7 Mio EUR lauteten, übertroffen.

Ein positives erstes Fazit zog Analyst Barth von der DZ Bank aus den Geschäftszahlen von Altana. "Die Ergebnisse haben meine Erwartungen und wohl auch die des Marktes getroffen, und das ist angesichts der konjunkturellen Sorgen und der Dollar-Schwäche im vierten Quartal eine gute Nachricht" sagte er. Der schwache Dollar habe dafür gesorgt, dass der Umsatz leicht unter seiner Schätzung liege. Das EBITDA habe mit 248 Mio EUR eine "Punktlandung" vollzogen.

Barth bestätigt die Aktie mit "Kaufen". Das Kursziel werde er voraussichtlich senken von derzeit 19,70 EUR auf vermutlich 19,00 EUR. Dies resultiere aber in erster Linie aus der Bewertung der Peer Group, meinte er.

Auch für Analyst Ulle Wörner von der LBBW stellen die Altana-Zahlen keine größere Überraschung dar. Im abgelaufenen Jahr habe Altana mit einer EBITDA-Marge von 18% bereits das untere Ende des mittelfristigen Zielkorridors von 18% bis 20% erreicht, hob er hervor. Die LBBW bestätigte ihr Rating "Kaufen".

Ebenfalls keine großen Impulse für die Aktie sieht Analyst Stephan Kippe von der Commerzbank. Wie die Zahlen zeigten sei der Umsatz im vierten Quartal "in line" mit den Erwartungen ausgefallen, die Marge etwas besser erklärte der Analyst. Die Aktie bewertet der Analyst derzeit mit "hold".

Das Unternehmen habe wohl zum Teil Preiserhöhungen durchsetzen können und damit die gestiegene Rohstoffkosten kompensieren können, urteilte der Analyst. Das Umsatzwachstum in Europa habe sich im Schlußquartal wohl etwas verlangsamt, meinte er. Der Rückgang der Erlöse in den USA habe sich leicht beschleunigt. Diese negativen Effekte seien aber deutlich überkompensiert worden von einem starken Wachstum in Asien, insbesondere in China.

Vorstandsvorsitzender Matthias Wolfgruber nannte die konsequente strategische Fokussierung, die starke globale Ausrichtung sowie die ausgeprägte Innovations- und Kundenorientierung als wesentliche Gründe für die Umsatz- und Ergebnissteigerungen.

Vor Steuern verdiente der Konzern den weiteren Angaben zufolge 214 Mio EUR gegenüber 93 Mio EUR im Geschäftsjahr 2006. Darin enthalten sei der außerordentliche Zinsertrag in Höhe von 55 Mio EUR aus der Anlage des Kaufpreises für Altana Pharma bis zur Ausschüttung an die Aktionäre im Mai 2007, hieß es.

Am Unternehmenserfolg 2007 sollen die Aktionäre angemessen beteiligt werden, kündige Altana weiter an. Geplant sei eine Dividende mit einer Ausschüttungsquote zwischen 30% und 40% des Konzernjahresüberschusses, erklärte das Unternehmen. Altana werde darüber hinaus auch den außerordentlichen Zinsertrag durch den Verkauf von Altana Pharma berücksichtigen, hieß es.

Im Ausnahmejahr 2006 hatte Altana eine Basisdividende von 1,30 EUR je Aktie gezahlt. Hinzu kamen eine Sonderdividende aus der Veräußerung der Pharmasparte von 33 EUR je Aktie und eine Bonusdividende von 0,50 EUR je Anteilsschein.

Die vollständigen Zahlen will Altana auf ihrer Bilanzpressekonferenz am 18. März veröffentlichen.

Die Aktie notiert gegen 11.20 nahezu unverändert zum Vortagesschlusskurs bei 15,03 EUR, während der MDAX rund 1,4% verliert.

Webseite: http://www.altana.de -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/mim

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.