Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

05.08.2010

UPDATE: Axel Springer verdient im 2Q netto deutlich mehr

(NEU: Vorstandsvorsitzender in Telefonkonferenz)

(NEU: Vorstandsvorsitzender in Telefonkonferenz)

Von Matthias Karpstein DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Medienkonzern Axel Springer hat dank anziehender Werbemärkte und eines Zuwachses im Geschäft mit digitalen Medien im zweiten Quartal 2010 einen deutlich höheren Nettogewinn erzielt als im Vorjahresquartal. Nach Steuern und Dritten verblieben dem Berliner Medienhaus im zweiten Quartal 105,3 Mio EUR, im Vorjahr waren es 52,1 Mio EUR, wie der SDAX-Konzern am Donnerstag mitteilte.

"Das Mediengeschäft ist nach wie vor hochprofitabel", sagte Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner in einer Telefonkonferenz. Das Printgeschäft sei stabiler als von vielen gedacht und das Onlinegeschäft werde schneller profitabel als erwartet, fügte er hinzu.

Döpfner hält am Ausbau des digitalen Geschäfts fest, dem er eine große Zukunft voraussagt. Erfolge in der Zweitverwertung seiner Printtitel auf Mobiltelefonen sieht Döpfner bereits. Nutzer von Apples iPhone etwa können mit kleinen Programmen, so genannten Apps, die Zeitungen "Bild" und "Welt" auch auf ihrem Handy lesen. Mehr als 220.000 Apps für "Bild" und "Welt" habe der Verlag schon verkauft, sagte Döpfner.

Im Zuge des Online-Ausbaus will Axel Springer auch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom intensivieren. Der Bonner Ex-Monopolist übernimmt für die Berliner die Verbreitung des Angebots und die Abrechnung über die Telefonrechnung. "Die Abrechnung über die Telefonrechnung gefällt uns sehr gut", sagte Döpfner.

Im ersten Halbjahr konnte der Herausgeber der "Bild"-Zeitung auch seine Profitabilität steigern. Die Marge des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs auf 19,1% (Vorjahr: 12,9%). Das bereinigte Konzernergebnis verdoppelte sich in der ersten Jahreshälfte fast auf 146,6 (77,5) Mio EUR.

Die Axel Springer AG hatte bereits vor zwei Wochen einen Großteil der Zweitquartalszahlen veröffentlicht und bestätigte diese am Donnerstag ebenso wie den damals angehobenen Ausblick auf das Gesamtjahr. Demnach soll der Umsatz gegenüber den rund 2,61 Mrd EUR des vergangenen Jahres deutlich steigen, beim EBITDA könnte 2010 gar das Rekordergebnis von 486 Mio EUR aus dem Jahr 2008 erreicht werden. Bis vor zwei Wochen hatte Springer lediglich in Aussicht gestellt, beim EBITDA um deutlich mehr als 10% über den 334 Mio EUR des vergangenen Jahres zu liegen.

Die für das zweite Quartal vorgesehene Platzierung neuer Aktie, die den Streubesitz erhöhen und damit die Tür zum MDAX öffnen soll, erwartet Döpfner nun im zweiten Halbjahr. Es gebe eine "hohe Wahrscheinlichkeit" für die Platzierung neuer Aktien in der zweiten Jahreshälfte, sagte er.

Axel Springer hatte Ende April angekündigt, rund 2,93 Mio eigene Aktien zeitgleich mit einem Paket aus 2,75 Mio Aktien der Deutschen Bank an den Markt zu bringen. Dadurch würde sich der Streubesitz der Gesellschaft auf mehr als 40% von derzeit rund 23% erhöhen. "Wir würden nach der Platzierung wohl in den MDAX aufsteigen", erklärte Döpfner.

Webseite: www.axelspringer.de -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, matthias.karpstein@dowjones.com, + 49 89 55214030 DJG/mak/brb

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.