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28.07.2010

UPDATE: Boeing verdient im zweiten Quartal 21% weniger

(NEU: Mögliche Stellenstreichungen in der Militärsparte, Aktienkurs)

(NEU: Mögliche Stellenstreichungen in der Militärsparte, Aktienkurs)

Von Doug Cameron DOW JONES NEWSWIRES

CHICAGO (Dow Jones)--Der US-Flugzeughersteller Boeing hat im zweiten Quartal 2010 unter anderem wegen gesunkener Flugzeugauslieferungen weniger verdient. Der Nettogewinn schrumpfte um 21% auf 787 Mio USD, wie die Boeing Co am Mittwoch mitteilte. Der Gewinn je Aktie ging auf 1,06 USD von 1,41 USD zurück. Der operative Gewinn ermäßigte sich um 15% auf 1,31 (1,53) Mrd USD, der Umsatz schrumpfte um 9% auf 15,57 Mrd EUR. Die Gewinnprognose bestätigte der Konzern aus Chicago, will aber weniger investieren als ursprünglich geplant. Die Aktie gab am Abend um 1,4% auf 67,64 USD nach.

Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von 1,01 USD bei Erlösen von 16,13 Mrd USD gerechnet.

Als Gründe für den Ergebnisrückgang im Ende Juni beendeten Quartal führte Boeing unter anderem gesunkene Flugzeugauslieferungen an. Die Zivilflugzeugsparte lieferte 9% weniger Maschinen aus. Boeing begründete dies mit Problemen bei Sitzlieferanten und der planmäßigen Verringerung bei der Auslieferung von Großraumflugzeugen. Der Umsatz der Sparte ging um 12% auf 7,43 Mrd USD zurück, der operative Gewinn um 16% auf 683 Mio EUR.

Das 787-Programm befinde sich weiter im Plan. Boeing wiederholte Aussagen von vor einigen Wochen, wonach die Auslieferung der ersten Boeing 787 "Dreamliner" weiterhin für das vierte Quartal 2010 geplant sei, es jedoch zunehmenden Druck auf den Zeitplan gebe. Deshalb existiere ein Risiko, dass sich die Auslieferung der ersten Maschine erst Anfang 2011 stattfinden könnte. Zum 30. Juni hätten dem Flugzeughersteller 863 Bestellungen für die Boeing 787 von 56 Kunden vorgelegen.

Auch in der Militärsparte musste Boeing einen Umsatzrückgang verbuchen. Die Erlöse hätten sich wegen der geringen Umsätze mit Netzwerksystemen und der Raumfahrt um 8% auf 7,98 Mrd EUR ermäßigt, teilte Boeing mit. Der operative Gewinn der Sparte ging um 19% auf 711 Mio USD zurück. Laut CEO Jim McNerney sind sogar Stellenstreichungen nicht mehr auszuschließen, sollte der Budgetdruck von Seiten des US-Verteidigungsministeriums und von ausländischen Kunden weiter zunehmen.

Boeing hat dem Manager zufolge eine Untersuchung zu den Kosten in der Militärsparte durchgeführt, um den Veränderungen der nationalen und internationalen Prioritäten zu begegnen. Diese könnten in der gesamten Militärbranche zu Entlassungen führen, so McNerney weiter. Quantifizieren wollte er die möglichen Stellenstreichungen bei Boeing jedoch nicht.

Trotzallem bekräftigte Boeing im Großen und Ganzen die Prognose für das Gesamtjahr. Der Umsatz des Konzerns wird weiterhin bei 64 Mrd bis 66 Mrd USD gesehen, der Gewinn je Aktie soll sich auf 3,50 bis 3,80 USD je Aktie belaufen. Der operative Cashflow werde 2010 nahe Null liegen, bekräftigte Boeing, und begründete dies mit dem Lageraufbau bei wichtigen Entwicklungsprogrammen. Die Auslieferungen von Zivilflugzeugen werden weiterhin bei 460 bis 465 Maschinen gesehen. Hingegen will Boeing 2010 nur noch 1,7 Mrd USD investieren nachdem bislang 1,9 Mrd USD als Ziel ausgegeben wurden.

Ebenfalls bestätigt wurde der Ausblick für 2011, wonach der Umsatz über dem von 2010 liegen wird. Die Erlöse sollen vor allem wegen der Auslieferungen der 787 und 747-8, die sich derzeit in der Entwicklung befinden, steigen. Der operative Cashflow soll 2011 weiterhin bei mehr als 5 Mrd USD liegen.

Webseite: www.boeing.com - Von Doug Cameron, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/has/ebb/kla

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