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06.10.2009

UPDATE: Boeing verschiebt Zeitplan für 747-8 Frachter erneut

(NEU: Weitere Details, Markteinschätzung)

Von Ann Keeton und Doug Cameron

DOW JONES NEWSWIRES

CHICAGO (Dow Jones)--Der US-Flugzeughersteller Boeing hat ein weiteres Mal den Zeitplan für seinen Frachter 747-8 verworfen und Belastungen in Milliardenhöhe angekündigt. Wegen den zusätzlichen Verzögerungen seien die Produktionskosten gestiegen. Insgesamt rechnet der Konzern aus Chicago mit Belastungen von 1 Mrd USD. Analysten gehen nun davon aus, dass der Boeing-Gewinn 2009 deutlich belastet wird.

Boeing erwartet den Jungfernflug des Frachters jetzt Anfang nächsten Jahres. Die Auslieferungen sollen im vierten Quartal 2010 erfolgen. Anfang September hatte der US-Konzern angekündigt, den Frachter wie geplant nächstes Jahr auf den Markt zu bringen. Der Jungfernflug sollte den damaligen Planungen zufolge im vierten Quartal 2009 stattfinden. Die Auslieferung sollte im dritten Quartal 2010 beginnen.

Im November hatte die Boeing Co bereits die Erstauslieferung wegen Produktionsverzögerungen auf das dritte Quartal 2010 von Ende 2009 verschoben. Während es sich bei den ersten 747-8 um Frachter handelt, sollen danach auch Passagier-Versionen ausgeliefert werden.

Die nun erwarteten Gesamtbelastungen teilen sich in rund 640 Mio USD für gestiegenen Produktionskosten auf. Weitere 360 Mio USD fielen an, da aufgrund der derzeitigen Marktbedingungen die Produktion von 1,5 Flugzeugen im Monat aufrechterhalten werde.

Die Gesamtproduktion dauert den weiteren Angaben zufolge damit zwei Jahre länger als ursprünglich geplant. Damit nimmt das Unternehmen eine zunächst geplante Produktionsanhebung auf zwei Maschinen pro Monat zurück.

Marktbeobachter zeigten sich besorgt über die neuerliche Verschiebung und die Belastungen. Paul Nisbet, President von JSA Research, sagte, dass die Belastungen den Boeing-Gewinn im Gesamtjahr um 1,05 USD je Aktie drücken könnten. Nisbet sieht den Gewinn nun bei 1,40 USD je Wertpapier nach 2,21 USD je Anteil 2008. Das Frachtprogramm sei aber wegen den neuen Problemen nicht in Gefahr.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte, dass durch die Verschiebungen des Zeitplans einige Aufträge in Gefahr sein. Der Air-Cargo-Betreiber Cargolux teilte unterdessen mit, an den Aufträgen für den Boeing-Frachter festzuhalten. Das Unternehmen hat 13 Flugzeuge der Maschine fest bestellt. Zudem hat Cargolux Optionen für weitere 12 Maschinen.

Webseite: www.boeing.com - Von Ann Keeton und Doug Cameron, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 102, unternehmen.de@dowjones.com (Kevin Kingsbury und Tess Stynes haben an der Meldung mitgewirkt). DJG/DJN/kla/mkl/cbr Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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