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21.09.2010

UPDATE: Bosch schneller als erwartet auf Weg zu alter Stärke

(NEU: Details, Hintergrund)

(NEU: Details, Hintergrund)

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT/HANNOVER (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Bosch ist dank der Konjunkturerholung schneller als erwartet auf dem Weg zurück zu alter Stärke. "Wir sind klar auf den Wachstumspfad zurückgekehrt", sagte Vorstandsmitglied Bernd Bohr am Dienstag am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung Nutzfahrzeuge in Hannover. "Der Aufschwung findet auch auf der Straße statt".

Daher blickt man in Stuttgart nun zuversichtlicher auf das laufende Jahr: Für 2010 erwartet die Robert Bosch GmbH auf Konzernebene nun ein Umsatzplus von rund 20% auf gut 46 Mrd EUR. "Dieses Wachstum geht mit einem deutlich positiven Ergebnis einher", kündigte Bohr an. Bislang hatte der Stiftungskonzern auf Gesamtjahressicht einen Einnahmenzuwachs um mehr als ein Zehntel und die Rückkehr in die Gewinnzone angepeilt.

Im bisherigen Rekordjahr 2007 hatte Bosch 46,32 Mrd EUR erlöst und fast 2,9 Mrd EUR verdient. Dieses Umsatzniveau war bislang erst für 2011 wieder angepeilt worden, das Spitzenergebnis erst für 2012.

Den stärksten Rückenwind verspricht sich Bosch vom Autozuliefergeschäft außerhalb Europas, speziell in Asien."Wir erwarten, dass der Umsatz in unserem Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik schon in diesem Jahr um rund 25% auf mehr als 27 Mrd EUR zulegt", sagte Bohr, der das Segment im Vorstand verantwortet.

2009 hatte Bosch schwer unter der Wirtschaftskrise gelitten. In der ersten Jahreshälfte bereitete dem Traditionskonzern vor allem das Geschäft mit der Automobilindustrie Sorgen. Als sich die wichtigste Abnehmerbranche dann in den zweiten sechs Monaten dank der in vielen Ländern implementierten Verschrottungsprämien etwas erholte, hinterließen die wegbrechenden Aufträge aus dem spätzyklischen Maschinen- und Anlagenbau tiefe Spuren in der Bilanz des Stiftungskonzerns.

Insgesamt brachen die Einnahmen in der Folge um 15% auf knapp 38,2 Mrd EUR ein. Zudem fiel der erste Verlust in der Nachkriegsgeschichte an: Sowohl vor als auch nach Steuern lag das Minus bei etwa 1,2 Mrd EUR.

Um der Krise zu begegnen, hatte Bosch frühzeitig ein striktes Sparprogramm aufgelegt, in dessen Zuge die weltweite Belegschaft um rund 11.000 Beschäftigte auf etwa 270.000 zurückging. Zudem will das Unternehmen das Geschäft breiter aufstellen, um die Abhängigkeit von der konjunktursensiblen Autoindustrie zu reduzieren. Dabei setzen die Stuttgarter vor allem auf die Bereiche Umwelttechnologie und Energieeffizienz.

Dank der Erholung des operativen Geschäfts wird Bosch in diesem Jahr wieder Beschäftigung aufbauen. Ende 2010 würden wieder rund 10.000 Menschen mehr beschäftigt, erklärte Bernd Bohr am Dienstag. Der Stellenaufbau finde vor allem dort statt, wo die wirtschaftliche Dynamik am größten sei: nämlich in Asien.

Webseite: www.bosch.com -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; +49 - (0)69 29725 114, nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/jhe

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