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01.02.2008

UPDATE: Bosch steigert 2007 Umsatz und Ergebnis

(NEU: Details, Aussagen der Geschäftsführung) Von Christoph Baeuchle DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Details, Aussagen der Geschäftsführung) Von Christoph Baeuchle DOW JONES NEWSWIRES

STUTTGART (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Robert Bosch GmbH hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn dank einer robusten Konjunktur kräftig gesteigert. Alle Sparten hätten zum Umsatzwachstum beigetragen, insbesondere die Industrietechnik, teilte das Stuttgarter Unternehmen mit. Insgesamt stiegen die Einnahmen um 6% auf 46,1 Mrd EUR, wechselkursbereinigt sogar um rund 8%. Bosch selbst hatte einen Umsatz von 46 Mrd EUR angekündigt.

Auch beim Ergebnis vor Steuern legte der Stuttgarter Konzern zu: Die Vorsteuerrendite gab Bosch nun mit nahezu 8% an, 2006 hatte sie noch bei 7,1% gelegen.

Die größte Bosch-Sparte, die Kraftfahrzeugtechnik, steigerte ihren Umsatz um 4,5% auf 28,5 Mrd EUR. Ohne Wechselkurseffekte hätte das Umsatzplus nahezu 7% betragen. Allerdings erreichte die Sparte nicht die durchschnittliche Umsatzrendite des Unternehmens, wie Bosch mitteilte, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen. Insbesondere die Schwäche des US-Automobilmarktes und der starke Preisdruck machen dem Bereich zu schaffen.

Trotz des Kostendrucks zeigte sich Bosch zuversichtlich für das laufende Jahr. Wachstumsimpulse für die Sparte Kraftfahrzeugtechnik verspricht sich das Unternehmen von Produkten, die den Klimaschutz betreffen und die dabei helfen sollen, Treibstoff einzusparen. So hat der Automobilzulieferer im vergangenen Jahr 10,5 Mio Systeme für Hochdruck-Dieseleinspritzung verkauft, 2008 will Bosch davon 12,5 Mio Einheiten absetzen.

Im abgelaufenen Jahr wuchs der Bereich Industrietechnik von allen Bosch-Sparten am stärksten: Der Umsatz stieg 2007 um 9% - wechselkursbereinigt um 12% - auf 5,9 Mrd EUR. Dies führt Bosch auf eine spürbare Erholung der Verpackungstechnik und eine gute Entwicklung bei Bosch Rexroth zurück, ein Zulieferer der Windkraftindustrie. In den nächsten Jahren will Bosch weltweit gut 300 Mio EUR in die Windkraftindustrie investieren.

Der Umsatz mit Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik stieg im vergangenen Jahr um 7% auf 11,7 Mrd EUR. Der Bereich wuchs damit langsamer als im Vorjahr. Gründe seien die schwächere nordamerikanische Konjunktur und die Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland, führte Bosch an.

In den Schwellenländern erzielte der Automobilzulieferer und Elektronikkonzern im Jahr 2007 sein größtes Wachstum, vor allem in der Region Asien/Pazifik. Hier stieg der Umsatz in lokalen Währung um 15% und auf Euro-Basis um 10%. Die Bedeutung der Region nimmt laut Bosch weiter zu: Bis 2015 soll sich der Umsatz verdreifachen und etwa ein Viertel des Geschäftsvolumens ausmachen.

Dagegen stiegen die Erlöse in Amerika 2007 lediglich um 1%. In den USA bekam Bosch damit die Dollar-Schwäche zu spüren: In lokaler Währung stieg der Umsatz um 6%, auf Euro-Basis ging er um 1,5% zurück. Auch im laufenden Jahr erwartet Fehrenbach in den USA auf Dollar-Basis ein Wachstum - allerdings in eher geringem Umfang: "Das werden keine großen Sprünge", sagte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung.

Dabei rechnet Bosch in den USA mit einer Konjunkturabschwächung. "Wir erwarten im ersten Halbjahr 2008 eine Stagnation, aber keine Rezession", sagte der Manager. Im zweiten Halbjahr würden sich die Maßnahmen der US-Notenbank auswirken. "Wir sehen für das Gesamtjahr 2008 ein Wirtschaftswachstum in den USA."

Insgesamt zeigte sich Bosch für die Zukunft zuversichtlich. Bosch sei für die anstehende Verschärfung des Klimaschutzes gut aufgestellt, sagte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Gründe seien die frühzeitige Entwicklung von Techniken wie Dieselsysteme, die nun zum Einsatz kämen. Weiter nannte er branchenübergreifendes Know-how und internationale Präsenz energieeffizienter Lösungen zum Beispiel in den Schwellenländern.

Trotz der wirtschaftlicher Abschwächung in den USA rechnet Fehrenbach im laufenden Jahr mit einer positiven Entwicklung des Konzerns. "Wir wären 2008 mit einem Wachstum wie im Vorjahr zufrieden." Auch bei der Vorsteuerrendite will Bosch wieder den Zielkorridor von 7% bis 8% erreichen. "Die Chance ist gegeben, dies zu erreichen." Eine konkrete Prognose will Bosch auf der Bilanzpressekonferenz im Mai geben.

Bosch kündigte zudem an, im laufenden Jahr mehr in Zukäufe zu investieren. Der Konzern wolle das derzeit günstige Umfeld nutzen. "Wir rechnen damit, dass wir im laufenden Jahr den Wert von 2007 überschreiten", sagte der für Finanzen zuständige Bosch-Geschäftsführer Gerhard Kümmel. Im vergangenen Jahr hatte Bosch rund 800 Mio EUR in Zukäufe gesteckt. Beschlossen ist bereits ein Joint Venture für die gemeinsame Produktion von Abgasturboladern.

Webseite: http://www.bosch.com - Von Christoph Baeuchle, Dow Jones Newswires, +49 (0)711 2287 412, christoph.baeuchle@dowjones.com DJG/cba/jhe

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