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02.03.2009

UPDATE: Bund bekräftigt Interesse an EADS-Militärtransporter A400M

(NEU: Bundesregierung) Von Kirsten Bienk und Andreas Kißler DOW JONES NEWSWIRES AMSTERDAM/BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung hat den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS am Montag zu "Transparenz und Klarheit" mit Blick auf den A400M aufgefordert, das Interesse an dem Militärtransporter aber bekräftigt. Wie EADS wollte auch die Regierung keine Vertragsdetails offenlegen. "Die Verträge wurden in gegenseitigem Vertrauen abgeschlossen", sagte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Thomas Raabe, bei einer Pressekonferenz in Berlin.

(NEU: Bundesregierung) Von Kirsten Bienk und Andreas Kißler DOW JONES NEWSWIRES AMSTERDAM/BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung hat den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS am Montag zu "Transparenz und Klarheit" mit Blick auf den A400M aufgefordert, das Interesse an dem Militärtransporter aber bekräftigt. Wie EADS wollte auch die Regierung keine Vertragsdetails offenlegen. "Die Verträge wurden in gegenseitigem Vertrauen abgeschlossen", sagte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Thomas Raabe, bei einer Pressekonferenz in Berlin.

"Es bleibt dabei, dass wir ein solches Flugzeug brauchen", unterstrich er aber auch. Die Regierung habe sich "auf eine größere Verzögerung" eingestellt, sei aber weiterhin nicht bereit, vertragliche Vereinbarungen aufzugeben. Ein anderer Flugzeugtyp wie etwa die Antonov sei nicht geeignet, an Stelle des A400M zu treten, stellte Raabe klar.

Auch EADS hatte keine Details aus ihren Verträgen zur Lieferung des A400M nennen wollen, ein Sprecher verwies in Reaktion auf einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" jedoch auf eine Pressemitteilung von Anfang Februar. Damals hatte EADS bekräftigt, auch weiterhin zur Realisierung des Militärtransporter-Programms zu stehen.

"Der Spiegel" berichtet, dass der A400M möglicherweise schon bald vor dem Aus stehe, da die europäische Rüstungsbehörde Occar die beteiligten Länder erinnert habe, dass der Kaufvertrag bis zum 31. März gekündigt werden könnte, weil ein "kritischer Meilenstein" nicht erreicht worden sei. Dabei handele es sich um den ursprünglich für Januar 2008 geplanten Erstflug der Maschine. Occar wollte diesen Bericht am Montag nicht kommentieren.

EADS hatte Anfang Februar 2009 mitgeteilt, dass es derzeit noch keinen Termin für den Erstflug gibt, mit dem Triebwerkskonsortium aber daran gearbeitet werde. Die Erstauslieferung des neuen Flugzeuges soll dann drei Jahre nach dem Erstflug stattfinden.

Falls der Konzern nicht bald darlege, wie und wann er die Probleme zu lösen gedenke, werde Rüstungsstaatssekretär Rüdiger Wolf "rechtzeitig" mit Minister Franz Josef Jung (CDU) über die "Beendigung" des Vertrags beraten, hatte das Magazin weiter berichtet. Würde Jung danach mit den sechs anderen von Occar vertretenen Käuferländern das Kündigungsrecht ausüben, käme Airbus in Nöte, so der "Spiegel".

Laut Vertrag vom Mai 2003 müsste der Flugzeugbauer "innerhalb von 60 Tagen" Anzahlungen in Milliardenhöhe zurückerstatten, schreibt der "Spiegel". Berlin hatte 60 Maschinen für gut 8 Mrd EUR bestellt. Paris will 50 kaufen. Insgesamt liegen 192 Aufträge aus neun Nationen im Wert von gut 20 Mrd EUR vor.

EADS hatte in der Vergangenheit immer wieder erklärt, mit den verschiedenen Regierungen in Gesprächen zu stehen.

Webseiten: http://www.eads.com http://www.bundesregierung.de -Von Kirsten Bienk und Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/ank/jhe Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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