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23.08.2007

UPDATE: bwin schließt 1H trotz schwachem 2. Quartal positiv ab

(NEU: Details, Analystenmeinung, Aktienkurs)

(NEU: Details, Analystenmeinung, Aktienkurs)

Von Herbert Dietrichstein

Dow Jones Newswires

WIEN (Dow Jones)--Die bwin Interactive Entertainment AG hat trotz eines schwachen zweiten Quartals das erste Halbjahr des laufenden Jahres positiv abgeschlossen. Während Wettumsätze und Brutto-Gaming-Erträge im 2. Quartal unter den Werten des Vorjahres lagen, konnte jedoch das EBITDA und das Nachsteuerergebnis verbessert werden. Der Aktienkurs des in Wien ansässigen Unternehmens reagierte auf die Zahlen im Handelsverlauf mit einer deutlichen Steigerung.

Der Sportwettanbieter erzielte in den ersten sechs Monaten ein positives EBITDA von 30,0 Mio EUR; im Vorjahreszeitraum hatte bwin hier noch ein Minus von 3,8 Mio EUR ausgewiesen. Im zweiten Quartal liegt das EBITDA bei 6,8 (minus 18,6) Mio EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern stieg im Halbjahr auf 4,3 (minus 27,1) Mio EUR. Im zweiten Quartal konnte sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr zwar verbessern, unterm Strich blieb aber noch ein Minus von 5,6 Mio EUR stehen (Vorjahr: minus 28,6). Während die Brutto-Gaming-Erträge auf 165,1 (191,6) Mio EUR zurückgingen, stieg der Bruttorohertrag im Segment Sportwetten auf 87,5 (80,8) Mio EUR.

Im ersten Halbjahr 2007 waren 378.000 Kunden erstmals aktiv; im Vorjahreszeitraum waren es 717.000 exklusive US-Geschäft. Die stärkste Dynamik weise der Bereich Poker auf. Der deutliche Rückgang bei den neuen aktiven Kunden wurde von einer starken Zunahme der Ertragskraft aktiver Kunden begleitet. Die Zahl der im ersten Halbjahr aktiven Kunden (Einmalzählung über alle Produkte) sank im Vergleich zum Vorjahr, das von der Fußball-WM geprägt war, auf 1.093.000 (1.253.000).

Die Entwicklung sowohl der aktiven als auch der neuen aktiven Echtgeld-Kunden im ersten Halbjahr war maßgeblich von der Einstellung des Angebots an Online-Gaming-Produkten in der Türkei Anfang März sowie der deutlichen Reduktion des Marketingbudgets geprägt. Mit einer Optimierung des Marketing-Mix sei erst im kommenden Jahr zu rechnen, hieß es weiter.

Leopold Salcher, Analyst bei der Raiffeisen Centro Bank (RCB), bezeichnete die Entwicklung der Kundenzahl als wenig zufriedenstellend. Allerdings sei der Vergleich mit dem Vorjahr ein wenig schwierig, da sich 2006 die Fußball-WM positiv ausgewirkt hatte.

Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf bezeichnete der Analyst die Aussichten für das 3. Quartal als nicht gut. "Es ist saisonal bedingt das schwächste Quartal für den Glücksspielsektor", sagte Salcher. Das vierte Quartal wiederum wäre üblicherweise ähnlich stark wie die ersten drei Monate des Jahres. Knackpunkt für bwin sei die Kundengewinnung, was angesichts der stark reduzierten Marketingausgaben schwierig sei. Als positiv bewertete er, dass bwin angekündigt habe, das Marketingbudget wieder anzuheben, wenn sich Chancen am Markt ergeben würden.

Die rechtliche Situation habe sich für bwin durch verschiedene Urteile des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) ein wenig verbessert, so Salcher weiter. Kurzfristig wäre wohl nicht mit einem Aufbrechen der Glücksspielmonopole zu rechnen. Außerdem würden die Urteile auch positive Perspektiven für die Mitbewerber eröffnen. "Vor allem in England gibt es eine Reihe von relativ aggressiven Konkurrenten", so der Analyst. Und die Kunden wären recht migrationsfreudig. Langfristig rechne er mit einer Konsolidierung am Glücksspielsektor.

Die RCB werde ihr Kursziel von 32 EUR wahrscheinlich nach unten revidieren. Auch die Empfehlung "Hold" werde geprüft werden, sagte Analyst Salcher zu Dow Jones Newswires.

Der Kurs der im ATX-20 der Wiener Börse notierenden Aktie reagierte mit einer deutlichen Steigerung. So lag der Kurs gegen 13:35 Uhr bei 19,22 EUR oder 7,98% über dem Schlusskurs des Vortages. "Ich kann mir den Kursanstieg mit dem Ergebnis nicht ganz erklären", sagte dazu Analyst Salcher. Schließlich sei das Ergebnis in erster Linie vom ersten Quartal getragen.

Webseite: http://www.bwin.ag

- Von Herbert Dietrichstein, Dow Jones Newswires, +43 (1) 513 6922-13,

herbert.dietrichstein@dowjones.com

DJG/hed/kla

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