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UPDATE: Compliance-Leiter Noa verlässt Siemens zum 1. Juli

28.06.2007
(NEU: Bestätigung Siemens, Hintergrund)

(NEU: Bestätigung Siemens, Hintergrund)

Von Alexander Becker

Dow Jones Newswires

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Stuttgarter Oberstaatsanwalt Daniel Noa beendet nach nur sechs Monaten zum 1. Juli seine Tätigkeit als Chief Compliance Officer bei der Siemens AG. Noa werde Siemens aber bis Ende 2008 weiter beratend zur Verfügung stehen, teilte der Münchener DAX-Konzern am Donnerstag mit und bestätigte damit entsprechende Berichte der Online-Ausgabe der "Süddeutschen Zeitung".

Einen Grund für das Ausscheiden Noas aus dem Amt des Chief Compliance Officers nannte das Unternehmen dabei nicht. "Herr Noa hat einen wesentlichen und wertvollen Beitrag beim Ausbau der internen Kontrollmechanismen geleistet und die Grundlage für die zukünftige Compliance-Struktur gelegt. Wir danken ihm für die erfolgreiche Arbeit", wird Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser in der Mitteilung lediglich zitiert. Bei Siemens war am Donnerstagabend zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bis zur Regelung der Nachfolge werde Paul Hobeck, Leiter der Rechtsabteilung, die Aufgabe Noas wahrnehmen. Die Aufklärungsarbeit bei Siemens werde ungebremst fortgeführt und die Stärkung der internen Kontrollmechanismen werde weiter vorangetrieben, heißt es weiter. Noa hatte den Posten bei Siemens zum 1. Januar 2007 übernommen.

"Sueddeutsche.de" hatte berichtet, dass sich Noa und Siemens einvernehmlich auf die nun bestätigte Lösung geeinigt haben. Siemens wolle nun nach einem "international erfahrenen Experten" zur Korruptionsbekämpfung Ausschau halten, so die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Als Leiter der Compliance-Abteilung sollte Noa vornehmlich die Aufklärung von mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen durch Siemens-Mitarbeiter vorantreiben. Derzeit ermitteln die Münchner Staatsanwaltschaft, weitere europäische Strafverfolgungsbehörden, das US-Justizministerium und die US-Börsenaufsicht SEC wegen mutmaßlicher Korruptionszahlungen von Siemens-Mitarbeitern.

Siemens musste auf der Halbjahrespressekonferenz Ende April einräumen, dass die dubiosen Zahlungen von Siemens-Mitarbeitern deutlich größeren Umfang haben könnten als bislang bekannt. Derzeit hat das Unternehmen unklare Zahlungen von Mitarbeitern der Com-Sparte über 420 Mio EUR identifiziert. Siemens hat dahingehende Prüfungen inzwischen auf alle anderen Geschäftssparten ausgedehnt.

Webseite: http://www.siemens.de

- Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 505

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