Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.08.2008

UPDATE: Conergy auch in 2Q in roten Zahlen - Kein Ausblick 2008

(NEU: Details, Marktreaktionen) Von Andreas Heitker DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Details, Marktreaktionen) Von Andreas Heitker DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Conergy AG hat es trotz einer Umsatzverdoppelung im zweiten Quartal nicht geschafft, aus den roten Zahlen zu kommen. Erstmals nach dem Start der Restrukturierung verbuchte der finanziell angeschlagene Solarkonzern zwar wieder ein leicht positives EBITDA, wie aus dem am Freitag vorgelegten Zwischenbericht hervorgeht. Sowohl EBIT als auch das Nettoergebnis blieben erwartungsgemäß aber negativ.

Der Vorstandsvorsitzende Dieter Ammer zeigte sich dennoch zufrieden und betonte, die operativen Fortschritte zeigten, dass Conergy auf dem richtigen Weg sei. So sei das EBITDA mit 1 (Vorjahr: minus 27) Mio EUR wieder positiv gewesen und habe bereinigt um Einmal- und Sondereffekte sogar 10 Mio EUR erreicht.

Der Umsatz im zweiten Quartal stieg auf 379 (Vorjahr: 178) Mio EUR und lag damit deutlich über den Markterwartungen. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Schnitt Quartalserlöse von lediglich 306 Mio EUR prognostiziert. Auch das EBIT lag mit minus 7 (minus 29) Mio EUR über den Schätzungen, die von einem operativen Verlust von durchschnittlich knapp 11 Mio EUR ausgegangen waren.

Conergy profitierte im zweiten Quartal vom Projektgeschäft der Tochter Epuron, die zwei Photovoltaik-Großprojekte in Spanien und Südkorea abschließen konnte. Diese waren ursprünglich schon in den Vorquartalen eingebucht werden sollen, hatten sich aber verzögert.

In einem Gespräch mit Dow Jones Newswires verwies CEO Ammer am Freitag darauf, dass Conergy nicht in jedem Quartal solche Großprojekte abrechnen könne. Deshalb sei trotz aller Verbesserungen auch im derzeit laufenden dritten Quartal noch nicht mit einem positiven EBIT zu rechnen.

Auf Nettoebene weitete sich der Verlust im zweiten Quartal zudem noch aus und summierte sich im fortgeführten Geschäft auf 23 (Vorjahr: 18) Mio EUR. Belastend wirkten sich im Zuge der Restrukturierung vor allem die hohen Zinszahlungen aus.

Weitere Prognosen für das Gesamtjahr wollte Ammer nicht abgeben. Auch der bisherige Ausblick des Unternehmens sei aufgehoben, sagte er. Dies habe rechtliche Gründe, weil Conergy für die anstehende Kapitalerhöhung zurzeit ein Prospekt erstelle, in dem auch eine aktualisierte Prognose enthalten sein werde. Die Aufhebung beinhalte keine Aussage darüber, ob der bisherige Ausblick angehoben oder gesenkt werde oder unverändert bleibe, sagte der CEO. Über die Kapitalerhöhung im Volumen von 450 Mio EUR soll Ende des Monats die Hauptversammlung entscheiden.

Anfang Februar hatte der Konzern angekündigt, für das fortgeführte Geschäft erwarte Conergy für 2008 einen Umsatzzuwachs auf deutlich über 1 Mrd EUR. Das EBITDA werde vor Sondereffekten wohl ausgeglichen sein. Wegen der Sonder- und Einmaleffekte für 2008 rechnete der Konzern aber mit einem negativen EBIT in einem hohen zweistelligen Mio-EUR-Bereich.

An der Börse kletterte die im TecDAX geführte Conergy-Aktie in der ersten Handelsstunde um rund 8% auf 9,90 EUR. Die Zahlen hätten im großen und ganzen den Erwartungen entsprochen, sagten die Analysten von equinet. Positiv habe aber vor allem der operative Cash-flow überrascht.

Etwas skeptischer war der Blick der LBBW-Experten. Die Bruttoertragsmarge habe sich trotz eines überraschend guten Umsatzwachstums kaum verbessert, hieß es hier. Die erfreuliche Entwicklung sei vor allem auf das Projektgeschäft zurückzuführen. Die LBBW habe aber mit höheren Skaleneffekten gerechnet. Und WestLB-Analyst Peter Wirtz betonte, grundsätzlich gehe der Turnaround recht langsam voran.

Webseite: http://www.conergy.de -Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei DJG/hei/mim

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.