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09.05.2008

UPDATE: Conergy im 1. Quartal weiter in den roten Zahlen

(NEU: Details, Marktreaktionen)

(NEU: Details, Marktreaktionen)

Von Andreas Heitker

DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Solarkonzern Conergy AG hat zum Start ins Jahr zwar einen Umsatzanstieg verbucht, steckt aber weiter in den roten Zahlen. Dennoch zeigte sich das Unternehmen am Freitag bei der Vorlage ihres Quartalsberichts zufrieden. Die Neuausrichtung zeige schon Wirkung, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dieter Ammer.

Wie das Hamburger TecDAX-Unternehmen mitteilte, stieg der Umsatz von Januar bis März deutlich um 53% auf 203 Mio EUR. Im fortgeführten Geschäft erhöhte sich der EBIT-Verlust allerdings auf 27 (Vorjahr: 19) Mio EUR. Der Nach-Steuerverlust verdreifachte sich fast auf 43 Mio von zuvor 15 Mio EUR.

Ergebnisbelastend wirkten sich nach Angaben des Unternehmens Verzögerungen im Projektgeschäft, Sonderkosten für die Neuausrichtung sowie weitere Anlaufkosten für die neue Produktionsstätte in Frankfurt/Oder aus. Im Nettoergebnis machten sich zudem die neuen Kredite mit wesentlich höheren Finanzierungskosten bemerkbar.

Die von Dow Jones Newswires im Vorfeld befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 188 Mio EUR und einem Nachsteuer-Ergebnis von minus 35,6 Mio EUR gerechnet. "Die negative Sicht des Marktes auf Conergy wurde durch die Quartalszahlen weiter bestärkt", sagte am Freitag Stephan Droxner von der Landesbank Baden-Württemberg. Es gebe bei dem Unternehmen weiter eine "hohe Cashburn-Rate". Insgesamt seien die Quartals-Ergebnisse eine Fortsetzung der Entwicklung dessen, was man schon zum Jahresabschluss 2007 gesehen habe.

"Die Risiken überwiegen nach wie vor den Chancen", meinte auch Analyst Sven Diermeier von Independent Research. Es gebe nach den Zahlen auch keine Veranlassung, die Einschätzung zur Conergy-Aktie zu ändern. Diermeier erneuerte sein Verkaufs-Rating.

An der Börse gab die Conergy-Aktie in einem schwachen TecDAX-Umfeld weiter nach. Gegen Mittag notierte sie 3,5% im Minus bei 12,35 EUR.

Conergy war im vergangenen Jahr in Schwierigkeiten geraten, weil sich das Unternehmen nach eigener Einschätzung bei der Expansion übernommen hat. 2007 hatte der Konzern einen Nachsteuer-Verlust von 248 Mio EUR verbuchen müssen. Conergy versucht sich derzeit wieder auf das Kerngeschäft Solar zu konzentrieren, hat ein Kostensenkungsprogramm gestartet und verkauft im Zuge der Restrukturierungen auch nicht profitable Randbereiche.

"Die Kur beginnt zu wirken", erklärte der Vorstandsvorsitzende Ammer bei der Vorlage des Zwischenberichts. Die derzeitige Entwicklung sei ein Zeichen, dass es in die richtige Richtung gehe. Ohne Restrukturierungs- und Sonderkosten seien die operativen Kosten prozentual deutlich geringer gestiegen als der Umsatz. Er bekräftigte zugleich, dass die Ergebnisplanung für das Gesamtjahr unverändert bleibe, nannte hierzu aber keine weiteren Details.

Das Unternehmen hatte für 2008 bislang deutliche Verluste auf operativer Ebene in Aussicht gestellt. Für das fortgeführte Geschäft rechnet Conergy mit einem Umsatzzuwachs auf deutlich über 1 Mrd EUR nach zuletzt 706 Mio EUR. Das EBITDA wird vor Sondereffekten wohl ausgeglichen sein, hatte der Konzern noch Anfang April angekündigt. Vor Steuern und vor Sonder- und Einmaleffekten werde sich aber wohl ein Verlust im "erheblichen" zweistelligen Mio-EUR-Bereich ergeben.

Webseite: http://www.conergy.de -Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/cbr

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