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31.10.2007

UPDATE: Deutsche Bank steigert Nettogewinn im 3. Quartal um 31%

(NEU: Weitere Details) Von Simon Steiner Dow Jones Newswires

(NEU: Weitere Details) Von Simon Steiner Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bank hat ihren Gewinn im dritten Quartal trotz der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten und deshalb nötigen Abschreibungen in Milliardenhöhe deutlich gesteigert. Das Nettoergebnis verbesserte sich um 31% auf 1,6 Mrd EUR, wie Deutschlands größte Bank am Mittwochmorgen mitteilte. Damit übertraf sie die Erwartungen der Analysten, die mit 1,4 Mrd EUR Gewinn gerechnet hatten. Vor allem ein positiver Steuereffekt sowie Verkäufe von Vermögenswerten haben die Belastungen gedämpft, die dem Frankfurter Finanzhaus aus der weltweiten Kreditkrise entstanden sind.

Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann sprach von einem "insgesamt zufriedenstellenden" Geschäftsergebnis. Er räumte aber ein, dass außerordentliche Turbulenzen an den Finanzmärkten das Ergebnis im Investmentbanking stark beeinträchtigt hätten. Die "stabilen" Geschäftsfelder hätten allerdings gut abgeschnitten und das Institut habe zudem von einigen Investitionen der vergangenen Jahre profitiert.

Für die Zukunft zeigte sich Ackermann zuversichtlich: "Wir haben das vierte Quartal gut begonnen und sind weiterhin davon überzeugt, dass wir unsere gesetzten Ziele für 2008 unter der Annahme normal funktionierender Märkte erreichen werden". Das Institut rechnet mit einem Vorsteuergewinn von 8,4 Mrd EUR im Jahr 2008. Außerdem soll die Eigenkapitalrendite nachhaltig bei 25% liegen. Im dritten Quartal 2007 gab der Return on Equity (RoE) deutlich auf 12% von rund 25% im Vorjahr nach. In den ersten neun Monate kam die Bank damit auf 29% Eigenkapitalverzinsung.

Die Kreditkrise an den weltweiten Finanzmärkten hat im dritten Quartal vor allem das Investmentbanking bei der Deutschen Bank belastet: Auf die eigenen Handelsbücher musste das Frankfurter Institut rund 1.560 Mio EUR abschreiben, weitere 603 Mio EUR fielen bei Kreditzusagen für fremdfinanzierte Übernahmen an. Damit entsprechen die Abschreibungen von insgesamt 2,2 Mrd EUR der Summe, die die Bank bereits Anfang Oktober angekündigt hatte.

Gestützt wurde das Quartalsergebnis dagegen von einem positiven Steuereffekt in Höhe von 182 Mio EUR und Beteiligungsverkäufen. So erzielte die Bank 305 Mio EUR aus dem Abbau ihrer Beteiligungen. Per Ende September verringerte sich der Anteil der Allianz-Aktien auf 1,7% von 2,1% im zweiten Quartal. An Linde hält die Bank am Ende des dritten Quartals nun noch 6,5 aller Aktien nach 7,8% im Juni.

Hinzu kam ein anteiliger Gewinn aus dem Abschluss des Verkaufs des Gebäudes 60 Wall Street in New York von 187 Mio EUR, sowie ein positiver Beitrag aus der bilanziellen Höherbewertung der Option zum Kauf weiterer Anteile an der chinesischen Hua Xia Bank. Dies führte zu einem hohen Vorsteuergewinn von 629 Mio EUR in der Sparte "Corporate Investments", die im vergangenen Jahr lediglich ein Ergebnis von 45 Mio EUR ausgewiesen hatte.

In der Investmentbankingsparte Corporate Bankung & Securities (CB&S) verbuchte die Bank einen Verlust von 179 Mio EUR. Sie schneidet damit allerdings besser ab, als erwartet. Anfang Oktober war die Bank hier noch von 250 Mio bis 350 Mio EUR Verlust ausgegangen. Im Anleihe- und Aktienhandel gingen die Erträge zum Teil deutlich zurück. Positiv habe sich allerdings der Devisen- und Geldhandel entwickelt, teilte die Bank mit. Der Ertrag in der gesamten Sparte Corporate & Investment Bank (CIB) gab auf 1,9 Mrd EUR im Vergleich zu rund 4 Mrd EUR im Vorjahr nach.

Mit ihrem zweiten Standbein, dem Konzernbereich "Private Clients & Asset Management" (PCAM), verzeichnete die Deutsche Bank ein Ertragsplus von 19% auf 2,6 Mrd EUR. Hier erzielte das Institut im dritten Quartal einen Nettomittelzufluss von 17 Mrd EUR. Im Asset und Wealth Management, dem Geschäft mit sehr wohlhabenden Kunden, legten die Erträge um 24% auf 1,1 Mrd EUR zu. In der Sparte Private & Business Clients kletterten die Erträge dagegen um 15% auf 1,4 Mrd EUR. Im dritten Quartal konnte die Bank hier die Zahl ihrer Kunden um 256.000 auf 13,4 Millionen steigern.

Zur Kurspflege setzte das Frankfurter Kreditinstitut im dritten Quartal auch seine Aktienrückkäufe fort. Insgesamt erwarb die Deutsche Bank 1,4 Mio Aktien zum Durchschnittskurs von 96,75 EUR. Daraus ergibt sich eine Rückkaufsumme von rund 136 Mio EUR.

Webseite: http://www.deutsche-bank.de/ -Von Simon Steiner, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 116, simon.steiner@dowjones.com DJG/sms/rio

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