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UPDATE: Deutsche Telekom profitiert erneut von OTE

05.11.2009
(NEU: Weitere Details)

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Von Philipp Grontzki

DOW JONES NEWSWIRES

BONN (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom AG hat auch im dritten Quartal von der Erstkonsolidierung der griechischen OTE profitiert und Umsatz und operativen Gewinn verglichen zum Vorjahr erhöht. Wie der Bonner DAX-Konzern am Donnerstag mitteilte, kletterten die Erlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen Juli und Ende September um jeweils 5,2%. Überrascht hat die Telekom mit dem freien Cashflow, der deutlich höher ausgefallen ist, als von Beobachtern erwartet.

Der Gesamtumsatz stieg in der Periode auf 16,26 Mrd EUR, während das bereinigte EBITDA 5,53 Mrd EUR erreichte. Von Dow Jones befragte Analysten hatten im Schnitt Werte von 16,27 Mrd EUR bzw 5,33 Mrd EUR erwartet. OTE steuerte laut der Telekom im dritten Quartal 1,5 Mrd EUR zum Umsatz und 0,6 Mrd EUR zum operativen Ergebnis bei.

Die Bonner haben zwar nur eine Minderheitsbeteiligung an OTE, können die Gesellschaft aber dank einer Vereinbarung mit Griechenland seit dem 1. Februar dieses Jahres voll konsolidieren. OTE ist neben dem Heimatmarkt unter anderem auch in Bulgarien und Rumänien aktiv.

Deutlich übertroffen hat der DAX-Konzern die Erwartungen beim freien Cashflow, der für die Dividendenentscheidung wichtig ist und in der Periode 3,29 Mrd EUR erreicht hat - Analysten hatten lediglich mit 2,41 Mrd EUR gerechnet. Im Vorjahresquartal lag der Wert bei 2,2 Mrd EUR. Die Telekom führte den Anstieg im Wesentlichen auf eine positive Veränderung des aktiven Working Capital zurück.

Der Ausblick wurde am Donnerstag bestätigt. Somit rechnet die Telekom 2009 ohne Einbeziehung von OTE nach wie vor mit einem bereinigten EBITDA um 2% bis 4% unter dem Vorjahreswert von rund 19,5 Mrd EUR, während der freie Cashflow 6,4 (Vorjahr 7) Mrd EUR erreichen soll. OTE soll den Planungen zufolge zusätzlich rund 2 Mrd EUR zum operativen Ergebnis und 0,6 Mrd EUR zum freien Cashflow beisteuern.

Ursprüngliche hatte der Konzern Ende Februar für 2009 exklusive OTE Werte auf dem Vorjahresniveau vorhergesagt, diese Annahmen im April aber zurücknehmen müssen. Begründet wurde dies mit dem Verlauf des ersten Quartals, in dem die Telekom nicht nur in den USA, sondern auch in Großbritannien mit der Konjunktureintrübung zu kämpfen hatte. Belastet wurden die Zahlen zudem von den Wechselkursentwicklungen beim polnischem Zloty und beim britischen Pfund.

T-Mobile UK verzeichnete im dritten Quartal verglichen zum Vorjahr ein Umsatzminus von 14,6%, während der operative Gewinn um 17,7% nachgab. Die Telekom will sich in Großbritannien mit der Konkurrenz zusammentun, um wieder an Schlagkraft zu gewinnen, und T-Mobile UK in ein Joint Venture mit der France-Telecom-Tochter Orange UK einbringen. An dem neuen Gemeinschaftsunternehmen sollen beide Konzerne jeweils 50% halten.

In den USA hat die Telekom in den drei Monaten per Ende September netto 77.000 Mobilfunkkunden verloren. Auf Dollarbasis sank der Umsatz von T-Mobile USA um 2,3%, während das bereinigte EBITDA nahezu unverändert blieb.

Die Zahlen zum dritten Quartal spiegeln erstmals die neue Segmentberichterstattung wider. Veränderungen sind dabei etwa das neue Deutschlandsegment, in dem die heimischen Mobilfunk- und Festnetzaktivitäten zusammengefasst werden, sowie das neu geschaffene Geschäftsfeld Süd- und Osteuropa.

Webseite: www.telekom.com - Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107; philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/brb

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