Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.06.2010

UPDATE: Drägerwerk bekommt nach Kapitalerhöhung freie Stammaktionäre

(NEU: Details, Hintergrund)

(NEU: Details, Hintergrund)

Von Nico Schmidt und Olaf Ridder DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Drägerwerk AG & Co KGaA hat die für den Rückkauf der Siemens-Anteile am Medizintechnik-Joint-Venture Dräger Medical nötige Kapitalerhöhung gestartet. Ausgegeben werden dazu 3,81 Mio neue Stammaktien, wie der Lübecker TecDAX-Konzern am Mittwoch mitteilte. Die Familie Dräger, bislang alleinige Inhaberin von Stammaktien, verliert damit ihre Alleinstellung auf der Hauptversammlung: Ihr Stimmrechtsanteil sinkt im Zuge der Kapitalerhöhung auf 71%, weil sie ihre Bezugsrecht nicht komplett wahrnimmt.

Dräger-Stammaktien werden darüber hinaus erstmals auch an der Börse notiert und damit handelbar. Voraussichtlich am Donnerstag soll der Preis für die neuen Stammaktien festgesetzt werden. Joint Bookrunners sind Goldman Sachs und M.M.Warburg.

Hintergrund der Transaktion, die zugleich einen Einschnitt in der Drägerwerk-Familiengeschichte markiert, ist eine Vereinbarung mit Siemens vom Ende vergangenen Jahres. Seinerzeit hatten sich die Lübecker mit dem Münchener DAX-Konzern auf den Rückkauf des 25-prozentigen Siemens-Anteil am Medizintechnik-Gemeinschaftsunternehmen Dräger Medical geeinigt, um freie Hand zu haben.

Das Joint Venture war im Jahr 2002 entstanden - anfangs mit einer Siemens-Beteiligung von 35%. Anfang 2007 hatte Siemens seinen Anteil um etwa ein Drittel zurück gefahren. Den Komplettausstieg wollte Dräger ursprünglich in bar, über ein Verkäuferdarlehen und eine dritte, an die Aktienkursentwicklung bei Drägerwerk gekoppelte Komponente mit einem Maximalwert von 50 Mio EUR finanzieren. Das gesamte Volumen lag so bei bis zu 300 Mio EUR.

Die letztgenannte, variable Komponente war später in eine so genannte Equity Settled Option gewandelt worden, also eine Optionsschuldverschreibung mit Optionsrechten auf Vorzugsaktien. Diesem Vorhaben stimmte die Drägerwerk-Hauptversammlung Anfang Mai zu.

Siemens kann statt mit Bargeld nun also mit Drägerwerk-Vorzügen bezahlt werden. Für Dräger ist diese Art der Finanzierung "liquiditätsschonender", auch wenn es keine Deckelung gibt. Voraussetzung für eine Equity Settled Option ist allerdings eine Kapitalerhöhung bei Stammaktien, die nun am Mittwoch gestartet wurde.

Vorstandsvorsitzender Stefan Dräger nannte die Kapitalerhöhung "eine weitere Öffnung" von Drägerwerk gegenüber dem Kapitalmarkt: "Wir gehen diesen Schritt aus der vollen Überzeugung heraus".

Neben der Finanzierung des Rückkaufs von Dräger Medical diene die Neuemission auch einer Stärkung der Kapitalbasis und der Finanzierung des Wachstums, erklärte der Manager. Die Eigenkapitalquote der Lübecker war im Krisenjahr 2009 unter anderem wegen der millionenschweren Dräger-Medical-Transaktion auf knapp 21% geschmolzen, nachdem sie ein Jahr zuvor noch bei gut einem Drittel gelegen hatte.

Webseite: www.draeger.com -Von Nico Schmidt und Olaf Ridder, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 114, nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/rio/brb Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.