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06.05.2009

UPDATE: Drägerwerk erleidet im 1. Quartal Gewinneinbruch

(NEU: Details, Markteinschätzung, vorbörslicher Aktienkurs.)

(NEU: Details, Markteinschätzung, vorbörslicher Aktienkurs.)

Von Nico Schmidt

DOW JONES NEWSWIRES

LÜBECK (Dow Jones)--Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat im ersten Quartal 2009 bei wachsendem Umsatz einen herben Gewinneinbruch erlitten. Die Monate von Januar bis März hätten gezeigt, dass das Geschäftsjahr wie erwartet schwierig werde, erklärte der TecDAX-Konzern am Mittwoch. Um die Folgen der Wirtschaftskrise für Umsatz und Ergebnis abzufedern, erarbeiten die Lübecker nun ein umfassendes Programm zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung, das im Juni vorgestellt werden soll.

Die Drägerwerk AG & Co KGaA verdiente im Auftaktquartal trotz eines Umsatzzuwachses deutlich weniger als noch im Vorjahreszeitraum: Während die Einnahmen um 4,8% auf 425,2 Mio EUR zulegten, brach das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) um fast zwei Drittel auf 6,5 Mio EUR ein. Unter dem Strich verdiente die Drägerwerk AG & Co KGaA nur noch 100.000 EUR nach 2,5 Mio EUR im Vorjahreszeitraum.

Zum Wachstum bei den Einnahmen trugen beide Geschäftsbereiche Sicherheits- und Medizintechnik bei, aber nicht im gleichen Maße. In der Medizintechnik mit fast 60% Umsatzanteil stiegen die Einnahmen lediglich um 1,6%. Auf der Ergebnisentwicklung im Konzern lasteten vor allem Veränderungen im Produktmix, Wechselkurseffekte und gestiegene Kosten.

Der Umsatz entwickelte sich damit besser als von Beobachtern erwartet, der Gewinn hingegen deutlich schwächer: Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Schnitt mit Einnahmen von 404 Mio EUR, einem bereinigten EBIT von 10,1 Mio EUR und einem Nettogewinn von 1,5 Mio EUR gerechnet.

Ein Händler sprach am Morgen von einem schwachen Gesamteindruck. Ein zweiter Marktteilnehmer bezeichnete die Zahlen als schwer einzuschätzen, da der Umsatz klar über den Prognosen liege, das EBIT dagegen deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Im vorbörslichen Handel wird die Drägerwerk-Aktie gegen mit 18,15 EUR zu 18,64 EUR getaxt und damit knapp 2,5% unter dem Vortagesschluss.

Während der Umsatz zwischen Januar und März noch zulegte, hinterließ die Wirtschaftsflaute bei den Auftragseingängen deutliche Spuren: Sowohl der Auftragseingang als auch der -bestand sanken um fast ein Zehntel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Diese Entwicklung bestätigt unsere Prognose eines Umsatzrückgangs von rund 5% für das laufende Geschäftsjahr", sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Dräger.

Für 2009 sollen mehrere kurzfristig wirkende Maßnahmen die Effekte der negativen Margen- und der erwartet schwachen Umsatzentwicklung dämpfen. Zur Stärkung der Wettbewerbsposition will der TecDAX-Konzern, die Kosten senken, die Effizienz steigern und die Erlöse durch neue Produkte erhöhen.

Das konzernweite "Turnaround-Programm" enthält nach Unternehmensangaben "ertragssteigernde Maßnahmen in allen Funktionen" - im Einkauf, der Produktion und der Logistik, dem Marketing und Vertrieb, aber auch in funktionsübergreifenden Feldern wie der Verwaltung und dem IT-Bereich.

Derzeit erarbeiten 150 Mitarbeiter in neun Modulen und 70 Teilprojekten rund 400 Einzelmaßnahmen. "Wir werden im Juni das Projekt umfassend vorstellen und mit einem dann abgestimmten Maßnahmenkatalog in die Umsetzung gehen", sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Dräger. Dabei würden alle Ausgaben und Strukturen auf den Prüfstand gestellt, um mögliche Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Webseite: http://www.draeger.com/ -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111; nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/rio Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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