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20.04.2010

UPDATE: EADS bietet wahrscheinlich für US-Tankflugzeugauftrag - Kreise

(NEU: Hintergrund, Aussage aus Industriekreisen)

(NEU: Hintergrund, Aussage aus Industriekreisen)

Von David Pearson und Christine Benders-Rüger

DOW JONES NEWSWIRES

PARIS (Dow Jones)--Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS wird Kreisen zufolge am Dienstagabend wahrscheinlich seine Teilnahme an der milliardenschweren Ausschreibung für den Tankflugzeug-Auftrag der US-Luftwaffe bekannt geben, sofern der Konzern die US-Partner dafür findet. Manager der Nordamerika-Sparte von EADS würden am Abend eine Mitteilung machen, hieß es von EADS am Dienstag. Für 20.00 Uhr MESZ sei eine Pressekonferenz in Washington mit Topmanagern von EADS und Airbus anberaumt.

EADS hatte gemeinsam mit seinem Partner Northrop Grumman Anfang März seinen Rückzug aus dem Bietergefecht über 179 Tankflugzeuge für die US-Luftwaffe bekannt gegeben. Die beiden Partner fühlten sich bei dem 35 Mrd USD schweren Rüstungsauftrag systematisch gegenüber dem Rivalen Boeing benachteiligt. Führende europäische Politiker, darunter Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, setzten sich für EADS ein und forderten eine zweite Chance.

Nach den geänderten Ausschreibungsregeln muss EADS bis zum 8. Mai entscheiden, ob der Konzern nochmals bietet. Falls ja, muss das Angebot bis Anfang Juli vorliegen. Nach Zeitungsberichten in der vergangenen Woche wollte die European Aeronautic Defence and Space Co NV (EADS) demnächst ankündigen, ob und mit wem der Konzern nochmals in den Tankerwettbewerb einsteigt.

Mitte April sagte EADS-CEO in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender LCI, man habe noch nicht über die Abgabe eines Gebots für den milliardenschweren Auftrag entschieden. EADS benötigt einen US-Partner bei dem Projekt, da ein Großteil der in dem Tanker installierten Ausrüstung der Geheinmhaltung unterliegen wird. Gallois sagte, dass ein mögliches Gebot von EADS als Generalunternehmen für den Auftrag preislich mit einem Angebot des US-Flugzeugherstellers Boeing wettbewerbsfähig sein müsse. Dies gelte, obwohl Boeing ein kleineres und weniger leistungsfähiges Flugzeug anbieten werde, ergänzte der EADS-CEO.

Boeing will ein Gebot auf Basis der "kommenden Generation" der 767 vorlegen. Dieses soll nach Aussage des Flugzeugherstellers aus Chicago mit Cockpit-Instrumenten des 787 Dreamliner ausgestattet werden. Airbus wird bei Abgabe eines Gebots erneut den Airbus A330 ins Rennen schicken. Falls EADS ein Gebot unterbreite, würde diese Offerte zu einem Preis vorgelegt, die einen "vernünftigen Ertrag" sichere. Es sei sinnlos, ein Geschäft abzuschließen, bei dem man Geld verliere, sagte Gallois noch vor einigen Tagen in dem Interview.

EADS habe einen relativen Kostenvorteil gegenüber Boeing, sagte Gallois. Er verwies darauf, dass das eigene Flugzeug bereits in Betrieb sei und die meisten Entwicklungskosten bereits angefallen seien. Er betonte, dass das US-Tankerflugzeugprojekt im Hinblick auf die Volumina nicht von entscheidender Bedeutung für EADS sei. Das Volumen beinhalte die Lieferung von 15 Flugzeugen im Jahr, während Airbus derzeit rund 500 Flugzeuge im Jahr ausliefere, sagte der EADS-CEO. Als mögliche US-Juniorpartner werden in der Branche die Konzerne Raytheon Co und L-3 Communications Holdings genannt.

US-Präsident Barack Obama hatte Ende März ein faires Bieterverfahren für den Milliardenauftrag des US-Verteidigungsministeriums für die Flugzeuge versprochen. Das Verfahren werde "offen und fair" ablaufen, sagte Obama. Seit 2001 versucht die US-Luftwaffe, ihre alternden Tankflugzeuge zu ersetzen. Allerdings machte Obama deutlich, dass die Entscheidung über die Auftragsvergabe nicht von ihm, sondern vom Pentagon getroffen werde.

Webseiten: www.eads.com www.boeing.com www.northropgrumman.com - Von David Pearson und Christine Benders-Rüger, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/cbr/kla Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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