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UPDATE: EADS-Hauptversammlung lässt Gewinn voll ausschütten

04.05.2007
(NEU: Details von der Hauptversammlung)

(NEU: Details von der Hauptversammlung)

Von Kirsten Bienk

Dow Jones Newswires

AMSTERDAM (Dow Jones)--Die Anteilseigner des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS haben am Freitag das Heft in die Hand genommen und den kompletten Nettogewinn von 99 Mio EUR für 2006 kassiert. Mit rund 52% stimmte das anwesende Grundkapital für die Zahlung der maximal möglichen Dividende von 0,12 (Vorjahr: 0,65) EUR. Der Board of Directors hatte sich im Vorfeld des Treffens nicht in der Lage gesehen, sich auf einen Dividendenvorschlag zu einigen.

Zusammen mit der schlechten Bilanz des Vorjahres hatte das zu teils wütenden Protesten der Anteilseigner geführt. Der CEO von Airbus, Louis Gallois, entschuldigte sich ausdrücklich für den Abschluss des vergangenen Jahres, der von den Folgen des teuren Euro und den Verspätungen in der Produktion des Superjumbo A380 geprägt war. Airbus war vor Zinsen und Steuern mit 572 Mio EUR in die Verlustzone gerutscht.

Einige Kleinaktionäre nahmen die Schwierigkeiten mit der Dividendenentscheidung zum Anlass und forderten einen Rückzug der Großaktionäre aus dem Board of Directors. Zumindest sei es an der Zeit, den unabhängigen Aktionären einen Sitz zur Verfügung zu stellen, sagte ein Kleinaktionär.

Ein weiterer EADS-Eigner forderte im Rahmen der laufenden Umstrukturierung auch schlankere Strukturen an der Führungsspitze. EADS solle sich künftig nur noch einen Vorstandsvorsitzenden statt bisher zwei leisten.

Dass die Kleinaktionäre nicht leer ausgingen, scheint das Ergebnis einer Absprache unter den Großaktionären zu sein. Nach Angaben einer mit der Situation vertrauten Person stimmte DaimlerChrysler für und Sogeade gegen die Dividendenzahlung. So fiel dem Streubesitz die Entscheidung zu. EADS-Chairman Arnauld Lagardere hatte vor der Abstimmung erklärt, Lagardere wolle eine mögliche Dividendenzahlung nicht annehmen, sondern dem Unternehmen zur Verfügung stellen.

Die Führung von EADS versicherte den Aktionären im Vorfeld der Abstimmung, man wolle in den nächsten Jahren wieder zur üblichen Dividendenpolitik zurückkehren. Entsprechend sollten die Aktionäre mit steigenden Ausschüttungen rechnen können. Co-Chairman Rüdiger Grube sagte, allein die Krise im Jahr 2006 sei für die Abkehr von der bisherigen Dividendenpolitik ausschlaggebend gewesen.

Nach Meinung des Board of Directors benötigt der Luft- und Raumfahrtkonzern derzeit kein frisches Kapital im Wege einer Kapitalerhöhung. Diese teuerste aller Alternativen werde nur im Notfall ins Auge gefasst, sagte Grube. Derzeit bestehe einfach kein Bedarf. Auch Lagardere wandte sich gegen eine Kapitalerhöhung.

Die Geschäftsaussichten für den Konzern stellen sich bislang nicht anders dar als Anfang März bei der Vorlage der Bilanz 2006. So soll der Umsatz im einstelligen Prozentbereich fallen und das EBIT stabil bleiben, bekräftigte der Konzernvorstand. Der freie Cash-Flow soll auf minus 1 Mrd EUR sinken.

Für die Tochter Airbus gab der Vorstand keine Entwarnung. Der Flugzeughersteller werde zwar 440 bis 450 Maschinen ausliefern, aber dennoch ein negatives EBIT ausweisen. Den Rückkehr in die Gewinnzone sieht Finanzvorstand Hans Peter Ring erst im Jahr 2008. Für den Verlust in diesem Jahr sorgen neben den Kosten für das Restrukturierungsprogramm "Power8", der Programmstart für das Langstreckenflugzeug A350XWB und höheren Kosten für Forschung & Entwicklung. Auch die weitere Dollarabwertung wirkt belastend.

Wesentlich besser stehen die anderen Konzerntöchter da. So soll das Hubschrauber-, Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft zusammen auf ein EBIT von rund 1 Mrd EUR kommen.

Webseite: http://www.eads.com/

-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3116,

kirsten.bienk@dowjones.com

DJG/kib/rio/cbr

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