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05.03.2010

UPDATE: EADS kann A400M-Programm fortsetzen

(NEU: Hintergrund)

(NEU: Hintergrund)

AMSTERDAM (Dow Jones)--Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS kann das A400M-Programm fortsetzen. Nach monatelangen Verhandlungen haben das Unternehmen und seine Kunden am Freitagabend einen Kompromiss im Streit um die Finanzierung der Mehrkosten für den Militärtransporter erzielt. Dabei hat EADS, wie seit Tagen von Politikern verbreitet, das finale Angebot der Abnehmerländer akzeptiert. Dies sieht vor allem eine Preiserhöhung für die Käufer vor.

Bei EADS hinterlässt die Verzögerung bei dem Projekt Spuren in der Bilanz. Die European Aeronautic Defence and Space Co NV (EADS) wird die Rückstellungen für den A400M im Jahr 2009 um 1,8 Mrd EUR vor Steuern erhöhen. Sie fallen damit höher aus als zuletzt mit 1,7 Mrd EUR in den Medien spekuliert. Bisher hat der Vorstand das A400M-Risiko mit einer Rückstellung von 2,4 Mrd EUR bedacht.

EBIT und Konzernergebnis würden 2009 nach Bilanzierung der zusätzlichen Belastung negativ ausfallen, stellte der MDAX-Konzern, der die detaillierten Zahlen am 9. März veröffentlichen will, am Freitag in Aussicht.

Die sieben Abnehmerländer werden nun 2 Mrd EUR mehr für den Transporter zahlen. Darüber hinaus stellten sie zusätzlich 1,5 Mrd EUR bereit, für die sie im Gegenzug an künftigen Exportaufträgen beteiligt würden, teilte EADS mit. Sie verzichteten zudem auf alle Vertragsstrafen für aktuelle Verzögerungen. Die Vorabzahlungen (Pre-Delivery Payments) zwischen 2010 und 2014 sollen beschleunigt werden. Ein neuer Zeitplan werde im angepassten Vertrag festgelegt.

Das Angebot der Kundennationen, das noch unter Vorbehalt der jeweiligen nationalen Billigung stehe, beinhaltet laut Bundesverteidigungsministerium auch einen Zeitplans für die Auslieferung und die technischen Leistungsparameter des A400M. Die Auslieferung der ersten Maschine für Deutschland ist demnach für 2014 vorgesehen. Im Bereich der Zuladung des A400M sei sichergestellt, dass die vorgesehenen Systeme wie beispielsweise der Schützenpanzer PUMA transportiert werden können. Die detaillierte Anpassung des Vertrags werde in den kommenden Wochen erfolgen.

Das Cashflow-Profil des A400M-Programms für die kommenden Jahre müsse in den Verhandlungen zur Vertragsänderung noch festgelegt werden, hieß es von der Airbus-Mutter EADS weiter. Alle Parteien seien gewillt, negative Cashflow-Auswirkungen so weit wie möglich zu reduzieren. Der Konzern schloss weitere mögliche Auswirkungen auf sein Ergebnis nicht aus. Die Anmerkungen zum Konzernabschluss würden weitere Einzelheiten zur Grundsatzeinigung und der entsprechenden Managementeinschätzung enthalten, hieß es am Freitag. Sollten substanzielle Änderungen dieser Bewertung erfolgen, so könnte dies die EADS-Ergebnisse erheblich beeinflussen.

Der Konzern betrachtet die nun erzielte Einigung als eine solide Basis für die erfolgreiche Entwicklung des A400M. Das Unternehmen werde nach Möglichkeiten suchen, die A400M-Programmrisiken deutlich zu verringern, und innerhalb des neuen Vertragsrahmens ein hochmodernes Produkt zu liefern.

Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Luxemburg, Spanien und die Türkei hatten bereits 2003 insgesamt 180 Maschinen zum Gesamtpreis von 20 Mrd EUR bestellt. Die ersten A400M hätten inzwischen bereits im Einsatz fliegen sollen. Wegen technischer Probleme musste EADS die Termine immer weiter verschieben. Die Kosten des Rüstungsprogramms sind somit in die Höhe geschnellt. Zuletzt war von Mehrkosten von 11 Mrd EUR die Rede.

Webseite: www.eads.com - Von Barbara Millner; Dow Jones Newswires, + 49 (0)69 - 29725 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/bam/brb

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