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13.05.2008

UPDATE: EADS liefert 2008 und 2009 weniger A380 aus als geplant

(NEU: Details, Hintergrund, Aktienkurs) Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Details, Hintergrund, Aktienkurs) Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

AMSTERDAM (Dow Jones)--Weitere Verzögerungen bei der Auslieferung des neuen Airbus-Großraumflugzeuges A380 haben am Dienstag bei der Aktie der Airbus-Mutter EADS zu Kursverlusten geführt. Die Aktie des in Amsterdam ansässigen Luft- und Raumfahrtkonzerns fiel bis 9.38 Uhr um 1% auf 15,59 EUR.

Dabei kam diese Mitteilung über weitere Verspätungen gar nicht so unerwartet. Bereits in den jüngsten Tagen war darüber spekuliert worden, dass die EADS-Tochter Airbus bei der Umstellung der Fertigung von Hand auf Serie nicht wie geplant vorankommt.

Während die beiden Großkunden Emirates Airlines und Ethihad Airways bereits in der abgelaufenen Woche von einem Brief berichtet hatten, in dem Airbus auf mögliche weitere Verzögerungen hingewiesen habe, hatte Airbus dies noch zurückgewiesen. Es seien zwar Briefe an große A380-Kunden verschickt worden. Hinweise auf präzise Lieferverzögerungen seien darin aber nicht enthalten gewesen. Das Ergebnis der Überprüfung liege nämlich noch nicht vor, hatte es geheißen.

Am Dienstag, einem Tag vor der Präsentation der EADS-Erstquartalszahlen, bekannte sich der Vorstand dann aber zu seinen Problemen und räumte Verzögerungen ein. Airbus habe die Überprüfung des A380-Produktionsprogrammes abgeschlossen und informiere nun die Kunden über die Konsequenzen.

Im laufenden Jahr erwartet der europäische Flugzeughersteller nun 12 statt ursprünglich geplante 13 Auslieferungen. Im kommenden Jahr sollen nur 21 statt 25 Maschinen an Kunden übergeben werden. Über diesen Zeitraum hinaus machte das Management keine Angaben. Dies werde in den kommenden Wochen erst mit den Kunden besprochen.

Im Dunkeln wurde der Markt auch über mögliche finanzielle Auswirkungen dieser Verzögerungen gelassen. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erlauben die Ergebnisse der Überprüfung keine Aussagen zu finanziellen Auswirkungen", teilte der Vorstand lediglich mit.

Das Ausmaß der zusätzlichen Kosten werde letztlich vom finalen Produktions- und Auslieferungsszenario abhängen. Dieses werde sich aus den Gesprächen mit den Kunden und einer präziseren Analyse der Auswirkungen auf den Auslieferungszeitplan für das Jahr 2010 und danach ergeben.

Airbus hatte sein A380-Produktionsprogramm in den vergangenen Wochen einer umfangreichen Überprüfung unterzogen. Im Mittelpunkt dabei stand der Übergang der Einzelfertigung zur Serienfertigung. Dabei habe sich gezeigt, dass die Produktion nicht so schnell hochgefahren werden könnte wie geplant. Der Zeit- und Ressourcenaufwand für die handgefertigten Maschinen sei größer als erwartet und führe deswegen in der Übergangsphase auf die Serienfertigung zu Verzögerungen.

EADS und Airbus teilten aber auch mit, dass die bereits im Sommer 2006 eingeleiteten Maßnahmen sich insgesamt als wirksam erwiesen hätten. Vier A380-Flugzeuge seien wie geplant ausgeliefert worden und seien bei den Kunden im Langstreckeneinsatz zuverlässig.

Gegenwärtig befinden sich laut Airbus 17 Flugzeuge in verschiedenen Produktionsstadien, die meisten davon bei Verkabelung und Systemtests. Die überwiegende Anzahl der Flugzeuge, die 2008 ausgeliefert werden sollen, sei bereits geflogen.

Webseite: http://www.eads.com -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/jhe

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.