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10.03.2009

UPDATE: EADS sieht EBIT 2009 unter Vorjahresniveau

(NEU: Reaktion im Markt, Details)

(NEU: Reaktion im Markt, Details)

Von Kirsten Bienk

DOW JONES NEWSWIRES

UNTERSCHLEISSHEIM (Dow Jones)--Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS NV kann sich der weltweiten Wirtschaftskrise nicht entziehen und rechnet deswegen für 2009 mit einem rückläufigen Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Allerdings soll das EBIT noch "deutlich positiv" ausfallen, wie EADS am Dienstag bei Vorlage der Jahreszahlen für 2008 mitteilte. Bei 11% Umsatzwachstum im vergangenen Jahr verbuchte der Amsterdamer Konzern ein EBIT vor Firmenwertabschreibungen und Sonderposten von 2,83 Mrd EUR.

2009 will EADS den Umsatz auf dem Niveau des abgelaufenen Jahres halten, in dem Einnahmen von 43,265 Mrd EUR erzielt wurden. Grundlage dafür ist ein Auftragsbestand von 400 Mrd EUR, stabile Auslieferungen und ein Dollar-Kurs von von 1,39 EUR/USD. Ferner plant der Konzern mit Bruttobestellungen von 300 bis 400 Maschinen bei Airbus. Im ersten Halbjahr seien die Aussichten bei Airbus zufriedenstellend, die Entwicklungen im zweiten Halbjahr und darüber hinaus aber "nur schwer einzuschätzen", erklärte der Konzern.

Marktteilnehmer bezeichneten die Zahlen als solide. Zwar hätten Umsatz und EBIT von "Sondereffekten" profitiert, aber auch ohne diese Effekte lägen sie über den Konsenserwartungen , sagte ein Händler. Positiv beurteilte er die leicht über den Erwartungen liegende Dividende. Auch ein Analyst wertete die vorgelegten Zahlen als "in Ordnung". Die EADS-Aktie legte zu. Um 10.10 Uhr notierte sie 1,6% im Plus bei 10,33 EUR.

Präzisieren will der EADS-Vorstand den Ausblick auf das laufende Jahr zu einem späteren Zeitpunkt. Erforderlich seien dazu sowohl eine bessere Einschätzung zur Entwicklung der zivilen Märkte als auch mehr Klarheit beim A400M-Militärtransporterprogramm. Unklar ist vor allem, wann die Probleme mit den Triebwerken gelöst sind.

Weitere Belastungen als Folge eines überarbeiteten Zeitplans beim A400M-Programm hält das Management für möglich. 2008 drückte das A400M-Programm das Konzern-EBIT um 704 Mio EUR. Trotz der Verzögerungen rechnet EADS nicht damit, dass der Erstkunde OCCAR seinen Vertrag zur Kündigung seiner kompletten Bestellung nutzt. Bislang hat OCCAR Anzahlungen von 5,7 Mrd EUR geleistet. Hinter OCCAR stehen die Länder Frankreich, Italien, Großbritannien, Italien, Deutschland, Belgien und Spanien.

Ein Analyst nannte das A400-Prgramm ein nicht zu unterschätzendes Risiko für EADS. Es könnte teuer für das Unternehmen werden. Bei der LBBW hieß es, allein im Schlussquartal habe das Programm das Ergebnis mit 459 Mio EUR belastet. Dort wird mit weiteren Belastungen im Volumen von bis zu 4 Mrd EUR gerechnet.

EADS selbst führt als Belastungen im laufenden Jahr neben steigenden Kosten für Forschung und Entwicklung eine bei bestehenden Kurssicherungen spürbare Währungsschwäche sowie sinkende Preise bei zugleich steigenden serienbegleitenden Kosten und vermehrte Kundenfinanzierungen an. Nur teilweise könne dies mit zusätzlichen Einsparungen im Power8-Programm ausgeglichen werden.

Airlines will der Flugzeughersteller bei der Finanzierung ihrer bestellten Maschinen weiter in "diskreter" Weise unterstützen. Das EADS-Management rechnet derzeit aber nicht damit, im laufenden Jahr mehr als 1,5 Mrd EUR freien Cash Flow dafür zu verbrauchen. Nach Darstellung von EADS-CEO Louis Gallois haben Liquiditätssicherungen 2009 "höchste" Priorität. Die Nettoliquidität zum Jahresende gab EADS mit 9,2 Mrd EUR an.

Mit dem Ergebnis des Jahres 2008 zeigte sich der Vorstand zufrieden. Umsatz und Ergebnis stiegen auf Basis einer "guten" Entwicklung in allen Geschäftsbereichen und positiven Währungseffekten im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktionäre sollen deswegen eine auf 0,20 (0,12) EUR erhöhte Dividende erhalten. Je Aktie verdiente EADS 1,95 EUR, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 0,56 EUR angefallen war. Ausgeliefert hat Airbus 483 Flugzeuge und die Sparte Eurocopter 588 Hubschrauber.

Webseite: http://www.eads.com/ -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/rio/jhe Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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