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08.04.2008

UPDATE: EADS-Sparte DS will Gewinnmarge steigern

(NEU: Aussagen des Vorstandes) Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Aussagen des Vorstandes) Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

UNTERSCHLEISSHEIM (Dow Jones)--Die EADS-Sparte Defence and Security (DS) will im laufenden Jahr weiter wachsen und die operative Gewinnmarge verbessern. Die EBIT-Umsatzrendite werde sich im Vergleich zum Vorjahreswert von 6,2% "substanziell" erhöhen, sagte Vorstand Stefan Zoller am Dienstag in Unterschleißheim ohne Nennung weiterer Details. Eine Umsatzziel gab er nicht an.

In den nächsten drei bis fünf Jahren soll die EBIT-Umsatzrendite bei weiter steigenden Einnahmen auf 8% ausgebaut werden. Damit will sich die Verteidigungs- und Sicherheitssparte des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS mit Sitz in Amsterdam an die Spitze der Mitbewerber setzen.

Zoller machte deutlich, dass das geplante Umsatzwachstum nicht nur organisch erreicht werden kann. "Ohne Zukäufe wird es nicht gehen", sagte er. Aus diesem Grund hätten mögliche Akquisitionen seine besondere Aufmerksamkeit. Welche Unternehmen er gerne kaufen würde, sagte er nicht. Es sei aber durchaus eine Akquisition vorstellbar, die auf den ersten Blick nicht zum Konzern passe, dafür aber den Zutritt zu einem besonderen Markt ermögliche.

Das geplante organische Wachstum wird sich Zoller zufolge vor allem durch die "extreme Ausnutzung" des Servicegeschäftes zeigen. Die EADS-Sparte werde ihre Wertschöpfungskette für nahezu alle Produkte des Konzerns erweitern und beispielsweise auch Leistungen anbieten, die es derzeit noch nicht gebe. Dabei nannte Zoller die Ausbildung von Piloten als eine Möglichkeit.

Optionen zum organischen Wachstum gibt es seinen Angaben zufolge in allen Bereichen von DS. Veränderungen der weltweiten Sicherheitslage würden Chancen für veränderte Produkte bieten, wie beispielsweise Konvoibegleitungen und Sensoren, die durch Wände "schauen" könnten. Das höchste Wachstum hält Zoller in den Bereichen Sicherheit und Military Air Systems für möglich, das geringste bei Lenkflugkörpern. Mit Blick auf die Globalisierung nannte Zoller als Wachstumspotenziale geplante Lieferungen des Eurofighter nach Indien, in die Schweiz und nach Griechenland.

Wachsen soll DS nach den Vorstellungen Zollers im Inland wie im Ausland. Dabei müssten im Ausland veränderte Rahmenbedingungen in die Planung eingehen, sagte der Vorstand. Es sei nicht mehr so, dass Kunden aus dem Ausland einfach Produkte bei EADS ordern würden. Vielmehr zeichne sich der Trend ab, dass die Auslandskunden eine Produktion und Endmontage der gewünschten Produkte in ihrem jeweiligen Land fordern würden sowie einen Teil der Entwicklung.

"Wir müssen also einen Teil der Wertschöpfung verlagern und diese Länder industrialisieren", sagte Zoller. Dies bedeute auch hohe Investitionen in den entsprechenden Regionen.

Mit Blick auf die vom EADS-CEO Louis Gallois Anfang des Jahres formulierte "Vision 2020" ist der Spartenvorstand Zoller zufolge gerade dabei, diese Vorgaben in realistische Schritte umzusetzen. Im Vergleich zu anderen Teilen des Konzerns stehe der Bereich Verteidigung und Sicherheit schon "sehr gut" da. "Wir sind der stärkste Ergebnisbringer und damit ein festes Standbein", sagte Zoller. Die Sparte habe bewiesen, dass sie die Ziele erreichen könnte, die sie sich vornehme.

Im Jahr 2007 fiel der Umsatz auf 5,465 (5,864) Mrd EUR. Der Vorstand begründete diesen Umsatzrückgang mit der geringeren Konsolidierung des Bereiches MBDA auf 37,5% nach 50% im Vorjahr. Das EBIT stellte sich auf 340 (348) Mio EUR. Auch hier habe sich die Reduzierung des MBDA-Anteils ausgewirkt, erklärte Finanzvorstand Gerlinde Honold. Außerdem seien Restrukturierungskosten angefallen.

Der Auftragseingang liegt derzeit höher als der gebuchte Umsatz. Der Faktor betrage 1,4% (0,88%), sagte Honold. Vor diesem Hintergrund könnte der Vorstand gestärkt nach vorne schauen. Der Auftragsbestand sei damit auf 17,9 Mrd EUR gestiegen und repräsentiere damit mehr als drei Jahre Umsatz.

Webseite: http://www.eads.com - Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/brb

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