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12.04.2010

UPDATE: EADS spricht mit Partnern über Gebot für US-Tankerflugzeuge

(NEU: weitere Aussagen Gallois, Hintergrund)

(NEU: weitere Aussagen Gallois, Hintergrund)

Von David Pearson DOW JONES NEWSWIRES

PARIS (Dow Jones)--Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS spricht mit Raytheon Co, L-3 Communications Holdings und anderen über ihr Interesse an einem gemeinsamen Gebot zum Bau der US-Tankerflugzeuge. Die European Aeronautic Defence and Space Co NV habe noch nicht über die Abgabe eines Gebots für den milliardenschweren Auftrag entschieden, sagte CEO Louis Gallois am Montag in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender LCI, das im Laufe des Tages ausgestrahlt werden soll.

Der Board von EADS hatte sich am Freitag unter anderem zu Beratungen über das Tankerprojekt getroffen. Der Konzern hat bis zum 9. Juli Zeit, ein Gebot abzugeben.

EADS benötigt einen US-Partner bei dem Projekt, da ein Großteil der in dem Tanker installierten Ausrüstung der Geheinmhaltung unterliegen wird. Gallois sagte, dass ein mögliches Gebot von EADS als Generalunternehmen für den Auftrag preislich mit einem Angebot des US-Flugzeugherstellers Boeing wettbewerbsfähig sein müsse. Dies gelte, obwohl Boeing ein kleineres und weniger leistungsfähiges Flugzeug anbieten werde, ergänzte der EADS-CEO.

Boeing will ein Gebot auf Basis der "kommenden Generation" der 767 vorlegen. Dieses soll nach Aussage des Flugzeugherstellers aus Chicago mit Cockpit-Instrumenten des 787 Dreamliner ausgestattet werden. Airbus wird bei Abgabe eines Gebots erneut den Airbus A330 ins Rennen schicken.

Falls EADS ein Gebot unterbreite, würde diese Offerte zu einem Preis vorgelegt, die einen "vernünftigen Ertrag" sichere. Es sei sinnlos, ein Geschäft abzuschließen, bei dem man Geld verliere, sagte Gallois in dem Interview.

EADS habe einen relativen Kostenvorteil gegenüber Boeing, sagte Gallois. Er verwies darauf, dass das eigene Flugzeug bereits in Betrieb sei und die meisten Entwicklungskosten bereits angefallen seien. Er betonte, dass das US-Tankerflugzeugprojekt im Hinblick auf die Volumina nicht von entscheidender Bedeutung für EADS sei. Das Volumen beinhalte die Lieferung von 15 Flugzeugen im Jahr, während Airbus derzeit rund 500 Flugzeuge im Jahr ausliefere, sagte der EADS-CEO.

EADS und ihr US-Partner Northrop Grumman hatten sich Mitte März aus dem Verfahren um den US-Tankerauftrag zurückgezogen. Als Begründung führten sie an, dass die Ausschreibung klar auf den US-Konkurrenten Boeing zugeschnitten sei.

Webseiten: www.eads.com www.boeing.com www.northropgrumman.com -Von David Pearson, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mkl/has Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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