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01.06.2010

UPDATE: EADS stellt Aktionären und Kunden bessere Zeiten in Aussicht

(NEU: Aussagen des Vorstands, Details)

(NEU: Aussagen des Vorstands, Details)

Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

AMSTERDAM (Dow Jones)--Der Vorstand des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS hat sowohl seinen Eigentümern als auch seinen Kunden bessere Zeiten in Aussicht gestellt. Zwar bezeichnete Vorstandsvorsitzender Louis Gallois das wirtschaftliche Umfeld noch als schwankend und schwer prognostizierbar, zugleich machte er aber deutliche Zeichen für eine Aufhellung der wirtschaftlichen Lage aus.

Zudem will das EADS-Management Fehler der Vergangenheit vermeiden und die in der Entwicklung befindlichen Programme A400M und A350XWB und den Hochlauf des A380-Programms erfolgreicher gestalten als bisher. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Sie will der Vorstand wieder mit einer Dividende bedenken. "Ich hoffe, im nächsten Jahr wieder eine Dividende ausschütten zu können", sagte Finanzvorstand Hans Peter Ring am Dienstag auf der Hauptversammlung in Amsterdam. Für 2009 hatte EADS keine Dividende gezahlt, da der MDAX-Konzern einen Verlust eingefahren hat.

Gallois bekräftigte mit Blick auf den Verlauf der ersten Monate des Jahres 2010 den Ausblick für das Gesamtjahr. Die bisher genannte Prognose bezeichnete er nicht als "worst case", sondern als realistische Einschätzung, an die sich der Konzern auch halten werde.

EADS rechnet unter der Annahme eines durchschnittlichen Wechselkurses von 1,40 USD/EUR mit einem Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau (42,8 Mrd EUR). Das EBIT vor Goodwill-Minderungen und Einmaleffekten soll sich auf rund 1 Mrd EUR belaufen.

Obwohl es bei der A380 zu leichten Verbesserungen kommen soll, wird das Programm laut Gallois das EBIT vor Einmaleffekten weiterhin erheblich belasten. Kosteneinsparungen und verbesserte Preise bei Verkehrsflugzeugen sollen sich indes positiv auswirken. Geringere Auslieferungen bei Helikoptern, ein Anstieg der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie die Kosteninflation würden die Rentabilität hingegen beeinträchtigen. In den kommenden Jahren soll sich die Rentabilität aber verbessern, versicherte der Vorstand. Weitere Einsparungen würden dazu beitragen.

Bei der Tochter Airbus rechnet der Vorstand 2010 weiterhin mit Brutto-Neubestellungen von 250 bis 300 Flugzeugen. Außerdem werden maximal ebenso viele Auslieferungen wie im Vorjahr mit 498 Einheiten erwartet. Eurocopter dürfte indes rund 6% weniger Hubschrauber an Kunden übergeben als vergangenes Jahr mit 558 Maschinen.

Gallois äußerte sich auch zum Militärtransporterprogramm A400M positiv. Die Testflüge mit den beiden Maschinen seien sehr erfolgreich und belegten, dass sowohl das Flugzeug als auch die Triebwerke gut funktionieren würden. Bis zum Ende des Jahres sollen zwei weitere Maschinen mit in die Testflüge einbezogen werden.

Gegenwärtig befinde sich der Konzern bei diesem Programm im Zeitplan, sagte Gallois. Gleichwohl hinke die A400M ihrem ursprünglichen Zeitplan hinterher. Verwundern dürfte dies aber niemanden, da die erste Planung sehr unrealistisch gewesen sei. Es sei schlichtweg nicht möglich, das erste Flugzeug nach nur 6,5 Jahren auszuliefern, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Bei neuen Programmen will EADS aus der Vergangenheit lernen. Aus diesem Grund hat der Vorstand bei der Entwicklung des A350XWB wesentliche Veränderungen vorgenommen und von Beginn an Partner einbezogen. Bei der Entwicklung des Großraumflugzeugs A380 war dies laut Gallois nicht der Fall. Damals entwickelte der Konzern erst einmal eine Zeit lang alleine und holte sich danach seine Partner dazu.

Um Verzögerungen bei der anschließenden Produktion zu vermeiden, schneidet EADS die A350XWB nicht so auf Kundenbedürfnisse zu wie die A380. Es gebe einige Vorschläge für die Kabinenausstattung, aus denen die Kunden auswählen könnten, sagte der Vorstandsvorsitzende. Es würden aber nicht so viele verschiedene Sonderwünsche wie bei der A380 akzeptiert. Damit würden die Produktion weniger Zeit in Anspruch nehmen.

Trotz dieser Einschränkungen bezeichnete Gallois die Entwicklung der A350XWB erneut als eine "Herausforderung". Es sei ein sehr komplexes Vorhaben mit hohen technischen Anforderungen.

Positiv äußerte sich der CEO auch zur geplanten Beteiligung an der Ausschreibung für Tankflugzeuge der US-Luftwaffe. Das Team stehe und weitere industrielle Partner würden derzeit zusammengerufen, sagte Gallois. Es sei weiterhin geplant, ein Angebot abzugeben.

Webseite: www.eads.com -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/brb Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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